Wieder US-Militärgerät in Bremerhaven: US-Armee bereitet neue Kampfbrigade vor

Wieder US-Militärgerät in Bremerhaven: US-Armee bereitet neue Kampfbrigade vor
Die US-Armee hat erneut Militärgerät und -material nach Bremerhaven verschifft. Dieses Gerät, darunter 24 Schützenpanzer, ist am Sonntag bis spät in die Nacht in Bremerhaven ausgeladen worden. Bestimmungsziel der militärischen Fracht ist Polen. Sie sollen im Rahmen der US-Militäroperation "Atlantic Resolve" zum Einsatz kommen.

Die Operation wurde 2014 im Zuge des Ukraine-Krise ins Leben gerufen und soll die NATO bei der Abschreckung einer "russischen Aggression" unterstützen. Die US-Armee hatte Anfang des Jahres die US-Kampfbrigade "3rd Armored Brigade Combat Team" der 4. US-Infanteriedivision aus Fort Carson über Bremerhaven und dann über Güterzüge nach Polen und an die NATO-Ostgrenze verlegt. Infolgedessen soll allein 2017 zu "Übungszwecken" eine vollständige Panzerbrigade an die Ostflanke der NATO verlegt werden, die circa 4.000 Soldaten, 250 Panzer sowie Haubitzen, Kampffahrzeuge und weitere 1.700 Fahrzeuge umfasst, wie es in einem Papier des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestag dazu heißt. Außerdem wurden 60 Transport- und Kampfhubschrauber aus Übersee verschifft. Weiter heißt es in dem Papier: "Schließlich planen die USA, die Ausrüstung für eine weitere Panzerbrigade in Europa zu stationieren, nämlich in Deutschland (Mannheim und Grafenwöhr), in den Niederlanden, in Belgien und wohl auch in Polen (bei Posen)." Die zugehörigen Soldaten müssten im Konfliktfall eingeflogen werden.

Die Truppen rotieren ständig, da es in der NATO-Russland-Grundakte heißt, dass "das NATO-Bündnis in dem gegenwärtigen und vorhersehbaren Sicherheitsumfeld seine kollektive Verteidigung und andere Aufgaben eher dadurch wahrnimmt, dass es die erforderliche Interoperabilität, Integration und Fähigkeit zur Verstärkung gewährleistet, als dass es zusätzlich substantielle Kampftruppen dauerhaft stationiert."

Nun, nach neun Monaten, soll die alte Brigade von einer anderen abgelöst werden, nämlich durch die 1. US-Infanteriedivision aus Kansas. Ob das Militärgerät auch dieses mal durch die Deutsche Bahn transportiert wird, ist bislang unklar. Anfang des Jahres hatten die Militärtransporte für heftige Proteste gesorgt.

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