CSU erhält historisch schlechtes Wahlergebnis: Seehofer fordert zukünftig klaren Mitte-Rechts-Kurs

CSU erhält historisch schlechtes Wahlergebnis: Seehofer fordert zukünftig klaren Mitte-Rechts-Kurs
Der Vorsitzende der CSU in Bayern, Horst Seehofer, nannte das Bundestagswahlergebnis am Sonntagabend bei der Wahlparty in München eine "herbe Enttäuschung". Er zeigte sich jedoch optimistisch, dass die Partei den "Mut und die Entschlossenheit" habe, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Er hielt fest, dass Deutschland, Deutschland bleiben müsse und Bayern, Bayern. Die CSU hat 10,5 Prozent der Wählerstimmen im Vergleich zur letzten Bundestagswahl, bei der sie noch 49,3 Prozent einholte, verloren.

Seehofer kündigte harte Koalitionsverhandlungen in Berlin an und forderte einen klaren Mitte-Rechts-Kurs. Nachdem die SPD noch gestern am Wahlabend eine erneute Große Koalition ausgeschlossen hatte, bleibt als Regierungsoption nur eine Jamaika-Koalition als Perspektive, also ein Bündnis aus CDU/CSU, der FDP und den Grünen. Sollte dies nicht gelingen, müssten Neuwahlen durchgeführt werden.

Bayerns Wirtschaftsministerin, Ilse Aigner, erklärte: „Wir können mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein – das ist unbestritten. Das ist für uns aber Auftrag, dass wir die Themen, die die Menschen beschäftigen und belasten, in der Zukunft einfach auch lösen müssen. Das ist der Auftrag der CSU.

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