Frankreich: Uni-Direktor schließt Gebäude an Campus wegen zeltender Migranten

Frankreich: Uni-Direktor schließt Gebäude an Campus wegen zeltender Migranten
Der Direktor der Universität Champagne-Ardenne in Reims hat gestern mehrere Gebäude auf dem Campus "wegen zeltender Migranten auf dem Gelände" bis auf Weiteres schließen lassen. Mehrere Familien aus verschiedenen Ländern, darunter auch Kinder, hatten am Sonntag in der Nähe des Campus ihre Zelte aufgeschlagen. Insgesamt handelt es sich um etwa 40 Menschen. Von der Schließung der Räumlichkeiten am Campus sind etwa 8.000 Menschen betroffen.

Ein Professor der Uni namens Philippe Cuisset solidarisiert sich mit den Squattern und erklärt, dass diese seit Monaten unter schlimmsten humanitären Bedingungen leben, weder Zugang zu fließendem Wasser noch sanitären Anlagen haben und in der Kälte ausharren. Er erklärt: "Ich protestiere für die Migranten, denen die Abschiebung droht. Deshalb sind wir jetzt auf dem Campus der Croix Rouge Universität Reims, um die Behörden zu beeinflussen, damit sie diese Familien unterbringen, denen es seit Monaten an allem fehlt und die in der der Kälte ausharren müssen. Es sind Familien von überall: aus Armenien, Angola, Albanien, Äthiopien, Tschetschenien und so weiter."

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