USA: Dashcam-Video veröffentlicht - Polizisten strecken Bewaffneten mit 45 Schüssen hin

USA: Dashcam-Video veröffentlicht - Polizisten strecken Bewaffneten mit 45 Schüssen hin
Die Staatsanwaltschaft in einem US-Landkreis hat die Dashcam-Aufnahmen von einer Verfolgunsjagd und einer anschließenden Schießerei veröffentlicht. Diese zeigen einen Mann, der im Kugelhagel der Polizisten stirbt. Anfang diesen Monats hatte der Oberste Gerichtshof in New Jersey entschieden, dass das Dashcam-Video der tödlichen Schüsse der Polizei für die Öffentlichkeit freigegeben werden muss.

Der Vorfall ereignete sich im März 2014 Atlantic City. Das Opfer, der 27-jährige Antoquan Watson, wurde der Polizei gemeldet, weil er dabei gesehen wurde, wie er ein Restaurant mit einer Schusswaffe verlassen hatte. Als dann die Polizeibeamten auf ihn zu kamen, flüchtete er mit seinem PKW. Über 16 Kilometer folgte dann eine eine Verfolgungsjagd mit Spitzengeschwindigkeiten von über 130 Stundenkilometern. Dabei wurden mehrere rote Ampeln überfahren und zwei unbeteiligte Autos gerammt. Der Flüchtige eröffnete während der Fahrt auch das Feuer auf seine Verfolger. Kurz danach krachte er in einen PKW und kam zum Stehen.

Das Video der Amaturenbrett-Kamera zeigt dann, wie Watson den Unfallwagen verlässt und sich schießend auf die Polizei zu bewegt. Daraufhin eröffnen sieben Polizeibeamte das Feuer ihn. Watson geht in dem Kugelhagel rasch zu Boden, dennoch schießen die Beamten weiter.

Eine Autopsie ergab, dass Watson insgesamt 45 Schusswunden hatte. Laut dieser führte ein Kopfschuss zu seinem Tod. Außerdem wurde bei der Untersuchung seines Leichnams festgestellt, dass er unter Drogen stand. Die Blutproben ergaben, dass er Phencyclidin eingenommen hatte, das in der Drogenszene „Angel Dust“ genannt wird. Zivilisten oder Polizisten wurden während der Schießerei nicht verletzt.

Im Juni 2015 hatte eine „Grand Jury“ in Atlantic County entschieden, dass gegen die Polizisten keine Anklage erhoben wird.

„Ein national renommierter Experte für die Gewaltanwendung der Polizei hat die Beweise, die im Laufe der Untersuchung gesammelt wurden, überprüft  […] und kam zu der Schlussfolgerung, dass die Gewaltanwendung durch die Polizei in diesem Fall und unter diesen Umständen rechtmäßig gewesen sei und im Einklang mit allen anwendbaren Strafverfolgungsrichtlinien und dem Ausbildungsstandart der Polizei entsprach“, erklärte die Staatsanwaltschaft.

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