Ost-Jerusalem: Zusammenstöße zwischen israelischer Polizei und Muslimen bei Nachtgebet nahe Löwentor

Ost-Jerusalem: Zusammenstöße zwischen israelischer Polizei und Muslimen bei Nachtgebet nahe Löwentor
Mindestens 30 Muslime wurden Berichten zufolge von der israelischen Polizei bei Zusammenstößen verletzt, als sie zur Zeit des Nachtgebets am Löwentor der Ost-Jerusalemer Altstadt zum Gebet zusammen kamen. Es wurden seitens der Polizei Tränengas-und Blendgranaten eingesetzt.

Rettungskräfte eilten herbei, um die Verletzten zu versorgen. Die Spannungen nehmen seit den Vorfällen am 14. Juli am Tempelberg, bei denen zwei israelische Polizisten getötet wurden, nicht ab. Seitdem hat die israelische Regierung die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort verschärft und den Zugang zur Al-Aksa Moschee sowie der Ost-Jerusalemer Altstadt, in der viele Palästinenser leben, stark eingeschränkt. Auch der Abbau von Metalldetektoren an den Eingängen zum Tempelberg, wie von palästinensischer Seite gefordert, konnte die Situation nicht entschärfen. Diese sollen nun mit „fortschrittlichen technologischen Hilfsmittel ersetzt“ werden, wie ein israelischer Beamter der Zeitung Haaretz erklärte.