Nach G20-Ausschreitungen das große Reinemachen - Hamburger räumen gemeinsam auf

Nach G20-Ausschreitungen das große Reinemachen - Hamburger räumen gemeinsam auf
Über Monate hinweg riefen Organisationen, darunter auch linksextreme, zu Aktionen gegen den G20-Gipfel in Hamburg auf. Nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus diversen EU-Ländern reisten Protestler und gewaltbereite Autonome zum Gipfel nach Hamburg. Viele kamen in Gruppen mit Reisebussen. Angekündigt wurde der "größte Schwarze Block aller Zeiten". Krawalle waren zu erwarten, denn dieser Block ist für seine extrem gewaltbereiten Teilnehmer bekannt. Und sie kamen in gewaltigem Ausmaß.

Erschreckende Aufnahmen kursieren im Netz. Gruppen aus schwarz Vermummten und Maskierten ziehen durch Straßen und Wohnviertel und zerstören alles, was ihren Weg kreuzt. In Altona wurden Dutzende Autos in Brand gesetzt, Ladenfenster eingeschlagen und selbst ein Ikea-Markt wird angezündet, obwohl sich viele Kunden in dem Möbelhaus befinden. Im Hamburger Schanzenviertel tobten drei Nächte lang schwerste Krawalle. Etwa 1.500 gewaltbereite Autonome erklärten hier den Einsatzkräften der Polizei den bewaffneten Kampf und verwandelten das Gebiet in ein Trümmerfeld. Läden wurden leer geplündert und demoliert, die grenzenlose Zerstörungswut ließ sinnbildlich keinen Stein auf dem anderen stehen. Am Ende waren am Ende insgesamt 476 Polizisten verletzt und Anwohner der Schanze fanden ihren Wohnort als einzige Müllhalde wieder. Aber auch hier in dem autonomen Viertel Hamburgs ist sich die Mehrheit der an den Ausschreitungen Unbeteiligten einig: "So etwas wollen wir hier nicht haben!" Alle zusammen packen an, um ihren Ort wieder auf Vordermann zu bringen, um "ihr Zuhause wieder aufzubauen".

Reisebusse mit Demonstranten durchsuchte die Polizei verstärkt bei ihrer Abreise mit dem Ziel, Straftäter der G20-Krawalle festzunehmen. Unter den rund 150 Festgenommenen befinden sich auch Italiener und Franzosen. Eine Anwohnerin der Schanze ist der Meinung, dass es hauptsächlich aus dem Ausland angereiste Demonstranten waren, die die Schanze in Schutt und Asche legten.