Russische Aktivisten retten 1.300 Hunde und Katzen vor Schlachtung bei Yulin-Festival in China

Russische Aktivisten retten 1.300 Hunde und Katzen vor Schlachtung bei Yulin-Festival in China
Der russischen Freiwilligengruppe United Love Animals ist es gelungen, 1.300 Hunde und Katzen vor deren sicherem Tod auf dem Hundefleischfest im chinesischen Yulin zu retten. Das Fest erntet seit Jahren scharfe internationale Kritik, da auf ihm tausende Hunde und vereinzelt auch Katzen geschlachtet und verspeist werden. Vor ihrem Tod werden sie in kleine Hühnerkäfige gezwängt, teilweise bis zu zehn Hunde in einen.

Wie die Leiterin der russischen Aktivisten, Olga Gusak, erklärt, fanden sie auch bei ihrer Rettungsaktion viele verendete Tiere auf Grund der viel zu kleinen Käfige und weil diese verdursteten. Viele hatten durch den Transport in den Gitterkäfigen auch offene Wunden. Drei russische Tierärzte aus Guangzhou arbeiteten zusammen mit Freiwilligen mehrere Tage daran, die Katzen und Hunde zu behandeln. Die Gruppe war gezwungen, ihre alte Unterkunft zu verlassen, nachdem sie dreimal von wütenden Hundefleischhändlern und Einheimischen angegriffen wurde. Sie versuchen nun, für die Tiere ein sicheres Zuhause zu finden.

Eigentlich hieß es im Mai dieses Jahres noch, dass der Hundefleischverkauf auf dem Festival eingestellt und verboten werde. Diese Ankündigung der Behörden erwies sich nachweislich als substanzlos, als das zehntägige Fest im Juni tatsächlich veranstaltet wurde. Händler boten Hunde und Katzen unverhohlen in den Käfigen an. Beobachter schätzen, dass für das Fest jährlich etwa 10.000 Hunde geschlachtet werden. Weil sich die Aufzucht infolge des teuren Futters nicht rechnet, stehlen Händler in vielen Fällen die Tiere einfach von deren Besitzern. Auch streunende Hunde werden für das Fest gefangen. Immer wieder sieht man Hunde mit Halsbändern in den Käfigen.

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