Syrien: "USA schaffen günstige Bedingungen für chemische Angriffe durch Terroristen"

Syrien: "USA schaffen günstige Bedingungen für chemische Angriffe durch Terroristen"
Der stellvertretende syrische Außenminister Faisal Mekdad hat den USA, Großbritannien und Frankreich vorgeworfen, dass sie "günstige Bedingungen für ihre terroristischen Gruppen schaffen, chemische Waffen [in Syrien] einzusetzen". Das erklärte er gestern bei einer Pressekonferenz in Damaskus. Seiner Meinung nach haben die "Feinde Syriens" nur diese Möglichkeit der "billigen Propaganda", um ihren Krieg in Syrien zu rechtfertigen.

Sollten die Terroristen erneut Chemiewaffen einsetzen, würde dies sofort wieder der Syrisch Arabischen Armee in Schuhe geschoben werden. "Obwohl Syrien sein Chemiewaffen-Arsenal zerstört hat", so Mekdad. Das Weiße Haus gab vor einer Woche bekannt, dass es Hinweise darauf habe, dass die syrische Regierung einen "erneuten Angriff mit Chemiewaffen vorbereite", und drohte im Falle dessen Einsatzes mit ernsten Konsequenzen. Im April soll es nahe Idlib in Syrien zu einem solchen Chemiewaffen-Angriff gekommen sein. Noch vor einer Untersuchung des Vorfalls ließ US-Präsident Trump den syrischen Luftwaffenstützpunkt Schairat mit Dutzenden Tomahawk-Raketen angreifen. Syrien beteuert bis heute, keine Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Russland und Syrien warnten immer wieder, dass Terroristen über chemische Kampfstoffe verfügen und forderten eine unabhängige Untersuchung des Zwischenfalls. Laut Mekdad wollte Trump mit dem Angriff der Welt zeigen, wie stark die USA seien und dass sie zu jeder Zeit und überall angreifen können.

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