Verdacht auf Drogenschmuggel - Griechische Küstenwache schießt auf türkischen Frachter

Verdacht auf Drogenschmuggel - Griechische Küstenwache schießt auf türkischen Frachter
Die griechische Küstenwache hat gestern auf ein türkisches Transportschiff in der Ägäis geschossen. Das Feuer soll eröffnet worden sein, nachdem der Kapitän des türkischen Schiffs sich mehrfach geweigert hatte, sein Schiff von der griechischen Küstenwache kontrollieren zu lassen. Eine Sprecherin der Küstenwache erklärte, dass es Informationen darüber gab, dass der Frachter Drogen schmuggele.

Nachdem der Kapitän des Frachters die Kontrolle verweigert hatte, gab die Küstenwache mehrere Warnschüsse vor Bug ab. Als der Frachter dennoch nicht anhielt und seinen Kurs beibehielt, beschossen die Sicherheitskräfte das Schiff selbst. Laut der Küstenwache wurden die Schüsse aber gezielt so abgegeben, dass niemand an Bord des 85 Meter langen Frachters verletzt würde. Laut türkischen Medien hätten insgesamt 16 Schüsse den Frachter getroffen. Das Video der Nachrichtenagentur Deniz Haber Ajansi soll ein griechisches Küstenwachboot zeigen, dass dem türkischen Frachter folgt. Das Schiff befand sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls in griechischen Hoheitsgewässern, etwa drei Kilometer vor Rhodos. Das türkische Außenministerium veröffentlichte eine Erklärung, in der sie den Zwischenfall als "unangemessenen, maßlosen Akt" von Griechenland nannte.