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Nationalisten gegen Homosexuelle: Proteste gegen den LGBT-Marsch in Kiew

Nationalisten gegen Homosexuelle: Proteste gegen den LGBT-Marsch in Kiew
Ein Gegner des Marsches der LGBT-Community in Kiew fordert die Polizei heraus.
Am 18. Juni fand in Kiew ein Marsch der LGBT-Community statt. Heftige Proteste vonseiten ukrainischer nationalistischer Organisationen begleiteten die Veranstaltung. Ein großes Polizeiaufgebot konnte Zusammenstöße verhindern.

In der ukrainischen Gesellschaft stößt die Zurschaustellung einer nichttraditionelleren Geschlechtsorientierung auf wenig Zustimmung. In einer Petition an den Bürgermeister hatten mehr als 10.000 Bürger Kiews gefordert, den Marsch nicht zu genehmigen.

Vertreter mehrerer nationalistischer Organisationen wie des Rechten Sektors oder der OUN hatten im Vorfeld des Marsches angekündigt, diesen verhindern zu wollen.

Damit der Aufmarsch am sonnigen Vormittag des Sonntags jedoch ungehindert stattfinden konnte, hat die Stadtverwaltung 6.000 Polizisten abgestellt, die als lebende Barriere den Demonstrationszug abriegelten und begleiteten. Das Innenministerium stellte zusätzlich 1.200 Nationalgardisten bereit. Dabei nahm die Polizei bis zu 50 aufgebrachte Gegner des Aufmarsches kurzzeitig fest.

Im Video: Die Teilnehmer des Marsches skandieren "Menschenrechte über alles" – in Anspielung auf die nationalistische Parole "Ukraine über alles". Die Gegner des Marsches rufen ihrerseits: "Gott, Ukraine, Freiheit".

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