IS-Video zeigt angeblichen Einsatz von Weißem Phosphor durch US-Koalition in Syrien

IS-Video zeigt angeblichen Einsatz von Weißem Phosphor durch US-Koalition in Syrien
Die IS-Medienplattform Amaq News hat ein Video veröffentlicht, das angeblich den Einsatz Weißen Phosphors in Rakka durch die USA zeigen soll. Zivilisten in Rakka hatten ebenfalls mehrfach behauptet, dass der Einsatz des sich ins Fleisch brennenden Kampfstoffes in Rakka eingesetzt wurde. Der Einsatz in zivilen Orten ist laut Genfer Abkommen untersagt, nicht nur weil er hochgiftig ist, sondern auch weil er durch die schweren Verbrennungen weitflächig Zerstörung und Tod bringt.

Ein neuseeländischer General der US-geführten Koalition hat zumindest den Einsatz des Weißen Phosphors in der irakischen Stadt Mossul bestätigt. Laut der New York Times hat ein namentlicher nicht genannter US-Vertreter bestätigt, dass die „US-Truppen in Syrien im Kampf gegen den IS auch Zugang zu Weißem Phosphor haben, aber sie ihn nicht gegen Zivilisten einsetzen würden“. Der Einsatz des geächteten Weißen Phosphors soll sich am 8. Juni in der syrischen Stadt ereignet haben, wenige Tage nachdem die US-unterstützte SDF-Miliz angekündigt hatte, dass sie die Offensive auf die IS-Hochburg begonnen habe. In Mossul soll am 3. Juni ein solcher Phosphor-Bomben-Einsatz erfolgt sein. Der besagte neuseeländische General erklärte später, dass der Einsatz dazu bestimmt war, die Zivilbevölkerung durch die starke Rauchentwicklung zu verdecken, damit sie vor den IS-Terroristen in der Stadt fliehen können.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch verurteilte den Phosphor-Einsatz aufs Schärfste: „Es ist egal, wie weißer Phosphor genutzt wird, er stellt ein hohes Risiko von furchtbaren und andauernden Schäden in bevölkerungsreichen Städten wie Rakka, Mossul und anderen Gebieten mit einer großen Anzahl von Zivilisten dar.“

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