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Happening oder politischer Protest? Moskauer protestieren gegen Umsiedlungsmaßnahmen

Happening oder politischer Protest? Moskauer protestieren gegen Umsiedlungsmaßnahmen
"Mein Haus - meine Festung"
Am Samstag beteiligten sich zum zweiten Mal bis zu einem Tausend Moskauer an einer Protestkundgebung gegen das geplante Renovazija-Gesetz (Erneuerung). Dieses soll die Grundlage für eine Umsiedlung von 1,6 Millionen Menschen in neue Häuser schaffen.

Der Protest galt bis jetzt als nicht politisch. Vielmehr sind die Proteste eine Graswurzelbewegung aus verschiedenen Bezirken der Stadt. Allerdings forderten die Bürger am Sonntag mithilfe großer Banner den Moskauer Oberbürgermeister Sobjanin zum Rücktritt. Viele wittern einen möglichen Amtsmissbrauch und Korruption durch milliardenschwere Bauaufträge.

Auf den zahlreichen Plakaten steht etwa „Mein Haus – meine Festung“ oder die Adressen der Häuser, die nach Meinung ihrer Bewohner gar nicht abgerissen werden sollen. Viele befürchten, dass sie in eine nicht vergleichbare Gegend umgesiedelt werden. Das Wohnungseigentum in Moskau ist sehr begehrt und der vermietete Wohnraum bildet für viele eine zusätzliche Einnahmequelle.  

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