"Argentinien ohne Landwirtschaftsgifte" - Hunderte protestieren in Buenos-Aires gegen Monsanto

"Argentinien ohne Landwirtschaftsgifte" - Hunderte protestieren in Buenos-Aires gegen Monsanto
Anti-Monsanto Proteste in Argentinien
Gestern Nacht gingen Hunderte Demonstranten gegen den amerikanischen Saatgut- und Pestizid-Hersteller Monsanto auf die Straße. "Ja zu Nahrungsmittelsouveränität", "Argentinien ohne Landwirtschaftsgifte" stand auf den Plakaten. Der Protest galt auch dem Einsatz von schädlichen Substanzen bei Monsanto.

Eigentlich müsste Argentiniens Umweltbewegung seinen Protest-Slogan spätestens seit Oktober 2016 umformulieren: Statt „Fuera Monsanto“ (Weg mit Monsanto) muss nach der Übernahme des US-Amerikanischen Saatgutherstellers durch den deutschen Konzern nun „Fuera Bayer“ skandiert werden. Bisher war Monsanto in Argentinien der Inbegriff der industriellen Agrarwirtschaft und steht synonymisch für die Branche. Die Gegner des Agrobusiness kritisieren die weitere Privatisierung von Saatgut mit allen negativen Folgen für die kleinbäuerliche Landwirtschaft. 

Bei den Protesten spielt auch der gesundheitliche Aspekt eine große Rolle. Auf den Plakaten stand auch: "Mit Gesundheit wird nicht gehandelt",   "Argentinien ohne Landwirtschaftsgifte" und "Monstanto, töte deine eigenen Kinder". An eine Mauer sprühten die Protestler "Mörder" mit roter Farbe.