Die "glorreiche EU" bröckelt - Banksy meldet sich zurück

Die "glorreiche EU" bröckelt - Banksy meldet sich zurück
Der international bekannte Graffiti-Künstler Banksy hat sich mit einem neuen Streetart-Werk in der britischen Hafenstadt Dover zurückgemeldet. Die EU, die Befürworter als große Errungenschaft für Frieden und Fortschritt preisen, stellt er darin als angekratzt dar. Auf der einst unversehrten, strahlend blauen Flagge sind Risse zu sehen, einer der gelben Sterne bröckelt. Ein Handwerker arbeitet daran, ihn zu entfernen. Nach dem Brexit gehört er dort nicht mehr hin.

Die Staatengemeinschaft der europäischen Staaten ist unbestreitbar ein Fortschritt, stellt man die Situation der letzten 60 Jahre in Europa jener vor 100 oder noch vor 70 Jahrem gegenüber, als Millionen Menschen in den Weltkriegen starben. Aber mit Europa assoziieren viele mittlerweile eben auch die EU und den Beamtenapparat in Brüssel. Bürger hegen Argwohn ob der fordernden und konfrontativen Außenpolitik gegenüber Nachbarländern der EU und ob der Tendenz Brüssels, immer mehr Agenden an sich zu ziehen. "Eurokraten" und "Sparmaßnahmen" sind heute gängige Begriffe. Im Süden dieser glorreichen EU sieht man diese Errungenschaften etwas nüchterner. Hohe Arbeitslosenquoten und Spardiktate der Troika machen den Bürgern das Leben schwer. Den Briten war der Apparat in Brüssel offenbar zu anmaßend. Sie erklärten per Referendum den Austritt aus der Staatengemeinschaft.