Erneut Proteste in Mazedonien: "Die korrupte EU und USA wollen, dass die Albaner alles übernehmen"

Tausende Menschen protestieren vor dem mazedonischen Parlament.
Tausende Menschen protestieren vor dem mazedonischen Parlament.
Tausende versammelten sich diese Woche erneut vor dem mazedonischen Parlamentsgebäude in Skopje, um gegen die „illegitime Wahl“ von Xhaferi zum Parlamentspräsidenten zu protestieren. Die Demonstranten kritisierten vor allen Dingen die „Albanische-Plattform“. Diese sieht vor, Mazedonien als Vielvölkerstaat in der Verfassung zu definieren und eine dementsprechende neue Staatsflagge und Hymne. Außerdem sieht dieses Dokument vor, Albanisch als zweite Amtssprache einzuführen.

Am 27. April eskalierten die Proteste vor dem Parlament, nachdem albanische und SDMS-Abgeordnete nach der regulären Parlamentssitzung Talat Xhaferi der Albanischen Demokratischen Union für Integration (DUI) zum Parlamentspräsidenten wählten. Zum einen wurden dafür nicht die Mindestanzahl an Stimmen eingeholt und sie geschah im „Geheimen“ und außerhalb des Plenarsaales. Xhaferi hielt anschließend seine Ansprache auf Albanisch; Abgeordnete sangen dazu die albanische Hymne. Mit seinem Einzug ins Parlament stellte er gleich zwei albanische Flaggen in seinem Büro auf. Als die Nachricht sich im Volk verbreitete, stürmten wütende Protestler das Parlament und verletzten mindestens zehn Abgeordnete, darunter die Vorsitzenden der Vorsitzenden SDSM und der Partei Allianz der Albaner.  Ebenfalls verletzt wurde der designierte Regierungschef Zoran Zaev.

Die Tarani-Plattform ist ein Dokument, das die pro-albanischen Parteien, bis auf die Demokratische Partei der Albaner, aufgesetzt haben. Die Bedingungen in diesem sollen von jedem, der mit ihnen koalieren will, unterschrieben werden. Diese sieht neben den oben aufgeführten Bedingungen auch eine „schnelle und volle Integration in die NATO und die Europäische Union“ vor. 

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