Berlin: „Party-Protest“ gegen Fusion von Monsanto & Bayer - Hunderte tanzen gegen Konzernmacht

Musikalisch begleiteter Protest gegen Fusion von Monsanto und Bayer in Berlin.
Musikalisch begleiteter Protest gegen Fusion von Monsanto und Bayer in Berlin.
Rund 400 Aktivisten haben sich am Samstag in Berlin gegen die Fusion des deutschen Pharmaunternehmens Bayer AG mit dem amerikanischen Agrochemie-Riesen Monsanto versammelt. Wie bei einer „Love-Parade“ in Kleinformat folgte einem bunt geschmückten Musik-Wagen der Protestzug aus verkleideten und tanzenden Menschen. Schilder gegen die Konzerne und die Fusion vollendeten das Protestbild.

Der Protestveranstalter, Jeremy Östrich, erklärte: „Die Sache ist die, dass alleine Monsanto und Bayer zusammen 30 Prozent des weltweiten Saatgutmarktes und 25 Prozent des weltweiten Pestizidmarktes haben würden. Nur hier sehen Sie einen Konflikt: Eine nachhaltige Landwirtschaft, und die meisten europäischen Menschen wollen eine solche, bedeutet, dass wir diesen Unternehmen nicht mehr Macht geben können, damit sie ihre Ziele erreichen und Pestizide verkaufen.“

Die Bayer AG und Monsanto stimmten im Jahr 2016 einem Übernahmeabkommen von fast 60 Milliarden Euro zu. Mit der Fusion würde eines der weltweit größten Agrochemie-Unternehmen geschaffen. Monsanto als weltweit führender Hersteller von genmanipuliertem Saatgut ist sehr umstritten. Kritiker werfen dem Unternehmen eine aggressive Lobbypolitik vor sowie Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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