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Befreiung von Mossul: Krankenhaus kann Vielzahl an Verletzten und Leichen nicht mehr bewältigen

Leichen stapeln sich in provisorischer Leichenhalle in Mossul.
Leichen stapeln sich in provisorischer Leichenhalle in Mossul.
Die Leichen von Dutzenden nicht identifizierten Opfern von Kampfhandlungen stapeln sich in einem improvisierten Leichenschauhaus im Qayyara Hospital von West-Mossul. Währenddessen steigt die Zahl der Todesopfer infolge von Angriffen seitens der US-geführten Koalition und der irakischen Armee in der belagerten Stadt weiter an. Mehrere der Verstorbenen wurden in Leichensäcke gelegt, aber es gab auch viele, die nur mit Decken abgedeckt waren oder völlig unbedeckt umherliegen.

Das Leichenschauhaus befindet sich in dem einzigen Krankenhaus, das es im Westen der Stadt gibt. Vor der Befreiung war dieses unter IS-Kontrolle. Die Terroristen hinterließen es in einem völlig zerstörten Zustand. Es nahm viele der Krankenhausangestellten als Geiseln mit. Außerdem alles, was nicht niet- und nagelfest war, wie Betten, Instrumente und Ausrüstung. Was zu groß für den Transport war, zerstörten die Terroristen noch vor ihrer Flucht aus dem Gebiet.

Während die Anti-IS-Operation mit vollem Einsatz weitergeführt wird, ringen die Menschen in dem Krankenhaus darum, ihrer Aufgaben Herr werden zu können. Die große Zahl an Verletzten und Leichen geht über die bescheidenen Kapazitäten des provisorischen Krankenhauses hinaus. Ein Patient erinnerte sich, wie IS-Terroristen ihm in den Rücken und die Hand schossen. Und daran, dass sein Onkel getötet wurde und er seine Familie aus den Augen verlor, von der bis heute nicht weiß, ob sie noch lebt.

Das Krankenhaus fordert mehr Unterstützung, um die Situation mit den vielen Verletzten und den Toten in der Leichenhalle bewältigen zu können. Das irakische Gesundheitsministerium hat diese angeblich genehmigt. Dennoch sind die Krankenhausmitarbeiter nach wie vor überfordert und die Leichenhalle bleibt überfüllt.

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