Frankreich: Feuer im Flüchtlingslager Grande-Synthe nach Kampf zwischen Kurden und Afghanen

Frankreich: Feuer im Flüchtlingslager Grande-Synthe nach Kampf zwischen Kurden und Afghanen
Ein schweres Feuer hat am Montag das Grande-Synthe-Flüchtlingslager in der Nähe von Dünkirchen in Nordfrankreich zerstört, das 1.500 Menschen beherbergt hatte. Dem Feuer ist angeblich ein Kampf zwischen afghanischen und kurdischen Bewohnern des Lagers vorausgegangen. Ein Zeuge, der selbst im Flüchtlingslager gelebt hat, berichtet: "Jetzt haben wir alles verloren. Wir wissen nicht, was wir tun werden, wo wir leben werden, wo wir schlafen sollen."

Das Flüchtlingslager Grande-Synthe wurde vom örtlichen Bürgermeister und der Organisation Ärzte ohne Grenzen gegen den Willen der lokalen Behörden errichtet. Sie bauten Holzverschläge für rund 2.500 Personen.

Grande-Synthe liegt weniger als 40 Kilometer westlich von Calais, wo sich ein wildes Camp entwickelt hatte. Im November 2016 ließen die Behörden den sogenannten Dschungel von Calais abreißen. Während der großangelegten „Evakuierungsoperation“ war ein massives Feuer ausgebrochen. In den Flammen sollen auch mehrere Gasflaschen explodiert sein. Viele der Flüchtlinge und Migranten waren gezwungen, unter freiem Himmel zu schlafen. Danach sollen die Camp-Bewohner umgesiedelt worden sein. Ein Teil von ihnen begann, Zelte auf den Straßen in der Mitte von Paris aufzuschlagen. „Wir werden die Lager nicht tolerieren, man wird sie alle auflösen“, erklärte der französische Präsident, Francois Hollande, damals.