„Russische Aggression“: Großbritannien lässt über deutschen Hafen Panzer nach Estland verlegen

Britische Militär-Fahrzeuge werden über Emden nach Estland gebracht.
Britische Militär-Fahrzeuge werden über Emden nach Estland gebracht.
Rund 300 Militärfahrzeuge aus Großbritannien haben den deutschen Hafen in Emden erreicht, darunter „Challenger 2“ Kampfpanzer, Schützenpanzer und gepanzerte Fahrzeuge. Hinzu kommen Aufklärungsdrohnen. Sie werden für das britisch-geführte NATO-Kampfbataillon nach Estland gebracht.

Im Rahmen der NATO-Operation „Enhanced Forward Presence“ werden rund 800 britische Soldaten das 1.200-Mann starke Bataillon anführen. Das 5. Bataillon „5 RIFLES“ des britischen Infanterie-Regiments hat bereits am Freitag Estland erreicht. Die Soldaten schließen sich den bereits 200 stationierten US-Soldaten an. Weitere Truppen aus Dänemark und Frankreich sollen folgen. Die Soldaten sind nur 130 Kilometer von der russischen Grenze entfernt im Einsatz und sollen für fünf Jahre in Estland operieren. Es ist der erste britische, langfristige Einsatz entlang der russischen Grenze seit dem Ende des Kalten Krieges im Jahr 1991.

Die NATO-Operation wurde im Sommer 2016 wegen einer „möglichen russischen Aggression“ ins Leben gerufen. Dazu werden vier Kampf-Bataillone in Estland, Lettland, Litauen und Polen aufgestellt. Das Kampf-Bataillon in Litauen wird durch Deutschland geführt.