Tragödie in einem Lager für Flüchtlinge aus Mossul: "Sie lassen mein Baby hier einfach sterben"

Binnenvertriebene aus Mossul.
Binnenvertriebene aus Mossul
Allein am Mittwoch erreichten hunderte neue Binnen-Vertriebene aus Mossul ein Flüchtlingslager im Bezirk Sheikhan nördlich der Stadt. Sie waren von der irakischen Armee aus dem Dorf al-Salam evakuiert worden. Eine der Lager-Bewohnerinnen heißt Sakna Younis. Sie und ihre Familie sind seit zwei Tagen dort untergebracht. Sakna berichtet von schrecklichen Zuständen vor Ort. Sie bekommen weder etwas zu Essen noch eine medizinische Behandlung für ihre schwerkranke Tochter.

Irakische Soldaten, mit ihnen verbündete Kämpfer und die US-geführte Koalition haben im vergangenen Oktober eine Großoffensive gestartet, um die Stadt vom Islamischen Staat zu befreien. Nach jüngsten Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration halten sich allein im Westteil Mossuls, in dem seit Wochen gegen den IS gekämpft wird, 750.000 Zivilisten auf. Über 500.000 Menschen aus der zweitgrößten Stadt des Iraks sollen sich bereits auf der Flucht befinden.

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