Aylan Kurdis Tante: Ich bitte Donald Trump, die Politik des Regime-Changes in Syrien zu beenden

Tima Kurdi hält Rede in Washington.
Tima Kurdi hält Rede in Washington.
Das Foto ihres zweijährigen Neffen, dessen Leichnam vergangenen September an einer Küste nahe Bodrum angespült wurde, ging um die Welt. Als kurdischer Flüchtling wagte sein Vater mit ihm die gefährliche Reise übers Mittelmeer, die für Aylan tödlich endete. Nur der Vater überlebte, dessen Frau und fünfjähriger Sohn ebenfalls ertranken. Aylans Tante, Tima Kurdi, hat nun den US-Präsidenten aufgefordert, die Politik des Regime-Changes zu beenden und die Einseitigkeit der Medien verurteilt.

Sie beteiligte sich an einer Kundgebung auf dem Capitol Hill in Washington. An der Protestkundgebung nahm unter anderem die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard teil. Die Veranstaltung wurde organisiert, um auf die US-Regierung Druck auszuüben, damit sie das „Stop-Arming-Terrorists-Gesetz“ annimmt und verabschiedet. Dieses sieht ein Verbot für die USA vor, Terroristen auszurüsten und finanziell zu unterstützen. Die Kongressabgeordnete erklärte: „Seit Jahren hat unsere Regierung diese bewaffneten militanten Gruppen, die direkt mit oder unter dem Kommando von terroristischen Gruppen wie Al-Qaida und dem IS arbeiten, direkt und indirekt unterstützt“, um ihrem Plan des Regime-Changes in Syrien zu dienen.

Tima Kurdi verurteilte die Bestrebungen der US-Regierung für einen Regime-Change und die unterstützende Medienberichterstattung dazu. „Durch die Politik des Regimewechsels in Syrien werden wir nur mehr Leid sehen, mehr Blut vergießen und nur mehr Flüchtlinge schaffen“, erklärte sie.

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