Deutsche Panzergrenadiere landen in Litauen für die „NATO-Vornepräsenz“ gegen Russland

Deutsche Panzergrenadiere landen in Litauen für die „NATO-Vornepräsenz“ gegen Russland
Rund 70 Bundeswehrsoldaten des Panzergrenadierbataillons 122 haben gestern den Flughafen von Kaunas, etwa 100 Kilometer westlich der litauischen Hauptstadt Vilnius, erreicht. Eingeflogen sind sie mit zwei Transportflugzeugen des Typs „Transall C-160“. Mit an Bord befand sich Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber sowie Material des multinationalen NATO-Gefechtsverbandes, den die deutschen Soldaten anführen. Sie sollen bis Samstag ihr Ziel den Militärstützpunkt Rukla erreichen.

Insgesamt werden über 450 Soldaten der Panzergrenadier-Division 122 aus Obervietach nach Litauen entsandt, um gemeinsam mit niederländischen, belgischen und norwegischen Streitkräften die NATO-Mission „Enhanced Forward Presence“ in Litauen zu starten. Die Mission soll dazu dienen, eine mögliche „russische Aggression“ abzuschrecken und den östlichen Bündnispartnern Rückversicherung bieten. Dafür wird jeweils ein Gefechtsverband in Litauen, Lettland, Polen und Estland aufgestellt. Das Kommando für die Aufstellung haben die USA, Deutschland, Großbritannien und Kanada. „Enhanced Forward Presence“ wurde im Juli 2016 auf dem Warschauer NATO-Gipfeltreffen beschlossen.