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Gabriel: Flüchtlingsintegration in Arbeit schwierig – Sprachkenntnisse und Berufsausbildungen fehlen

Gabriel: Flüchtlingsintegration in Arbeit schwierig – Sprachkenntnisse und Berufsausbildungen fehlen
Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat gestern beim Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ erklärt, dass die Integration der Flüchtlinge in die Arbeitswelt eine schwierige Aufgabe sei. Wir haben eine Langzeitaufgabe vor uns, einige Leute sprechen davon, dass es zehn Jahre bedarf, um die Leute, die nun da sind, in den Arbeitsmarkt nachhaltig zu integrieren. Die große Zahl an neuen Fachkräften werden wir am Ende und nicht am Anfang dieses Weges finden, so Gabriel.

Er betonte, dass die Arbeitsbereitschaft zwar hoch sei, aber die direkte Vermittlung in Arbeit oft schwierig ist. Vielen Flüchtlingen fehlten Sprachkenntnisse oder sie verfügten über keine Ausbildung, beziehungsweise kennen gar keine Berufsausbildung. Aber es würde auch an den nicht einfachen Anerkennungsverfahren liegen. „Die überwiegende Zahl der Flüchtlinge befindet sich noch in Sprach- und Integrationskursen, also noch gar nicht auf dem Weg in Ausbildung oder Arbeit. Wenn sie im nächsten Jahr auf den Arbeitsmarkt kommen, müsste man ihnen betriebliche Angebote machen, Festanstellungen, Ausbildungsplätze, aber oft eben auch niedrigschwellige Angebote, wie Praktika.

Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ feierte gestern sein tausendstes Mitglied in Berlin. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft unterstützt und startete vor neun Monaten seine Arbeit. Die Konferenz bietet Partnern und potenziellen Partnern die Möglichkeit, neue Kompetenzen bei der Einstellung und Ausbildung von Flüchtlingen zu entwickeln sowie Erfahrungen mit Politikern und allen Beteiligten auszutauschen.

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