Klagemauer: Zusammenstöße zwischen emanzipierten Frauen und ultraorthodoxen jüdischen Männern

Klagemauer: Zusammenstöße zwischen emanzipierten Frauen und ultraorthodoxen jüdischen Männern
An der Klagemauer in Ostjerusalem ist es gestern zu Zusammenstößen zwischen ultraorthodoxen jüdischen Männern und protestierenden Jüdinnen gekommen. Entgegen des Verbots hatten sich Protestlerinnen mit Tora-Rollen auf den Weg an die sogenannte Westmauer gemacht. Ultraorthodoxe Juden stellten sich ihnen entgegen.

Die Aufsicht über die Klagemauer hat die ultraorthodoxe Stiftung „Western Wall Heritage Foundation” inne. Sie verbietet es, dass Frauen Tora-Rollen an die West-Mauer bringen und laut aus ihr lesen.  Insgesamt beteiligten sich an der Protestaktion etwa 200 Anhänger der Organisation „Women of the Wall“ und der „Reform- und der konservativen Bewegung“. Sie fordern Gleichberechtigung und dass die Regierung, eine Kabinettsentscheidung trifft, um an der heiligen Stätte einen egalitären Gebetsort zu errichten. Orthodoxe Juden blockierten die Protestaktion allerdings und entrissen einigen der Frauen die Schriftrollen.