Hans-Friedrich von Ploetz zur Ukraine-Krise: „Keiner hat alle Hebel in der Hand“

Hans-Friedrich von Ploetz zur Ukraine-Krise: „Keiner hat alle Hebel in der Hand“
Hans-Friedrich von Ploetz zur Ukraine-Krise: „Keiner hat alle Hebel in der Hand“
RT Deutsch-Chefredakteur Ivan Rodionov sprach am Rande des Waldai-Club in Sotschi mit dem früheren Botschafter Deutschlands in Russland, Hans-Friedrich von Ploetz. Der Ex-Diplomat bedauert, dass sich das Deutschland-Bild in Russland nach der Sezession der Krim verdüstert hat. Die Beilegung des Ukraine-Konfliktes sei ein schwieriger Prozess. Doch Deutschland und Russland seien sich ihrer Verantwortung bewusst.

Hans-Friedrich von Ploetz zufolge besteht der wichtigste Streitpunkt nicht darin, dass die Grenzen in Europa verändert worden seien, sondern darin, wie sie verändert wurden.

Diese „enttäuschte Liebe“ habe in der russischen Politik eine Gegenreaktion ausgelöst: „Man versteht uns nicht.“ Der Diplomat sieht in der Implementierung des Minsker Abkommens den Ausweg aus der festgefahrenen Situation.

Das sei eine Voraussetzung für eine Verbesserung der Beziehungen, die natürlich auch mit einer Aufhebung der Sanktionen und einer Rückkehr zu normalen Wirtschaftsbeziehungen einhergehen muss.

Der Internationale Diskussionsklub „Waldai“ tagt seit dem September 2014 alljährlich. Ziel der Veranstaltung ist es, den Dialog zwischen russischen und ausländischen Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten zu fördern und eine unabhängige Analyse der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Prozesse in Russland und der ganzen Welt zu gewährleisten.

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