Rache für Räumungsaktion in der Rigaer Straße? Vierte Nacht in Folge Brände in Berlin

Rache für Räumungsaktion in der Rigaer Straße? Vierte Nacht in Folge Brände in Berlin
Letzte Nacht haben in mehreren Berliner Bezirken erneut Dutzende Autos gebrannt. Rund Hundert vermummte zogen durch Wedding und beschädigten den Eingang eines Jobcenters und der SPD-Landeszentrale. In Mitte, Schöneberg, Gesundbrunnen und Rummels brannten Autos. Der Staatsschutz vermutet "Linksextreme" hinter dem Angriff, die sich für die Teilräumung des autonomen Hausprojekts in der Rigaer Straße 94 rächen wollen.

Am Mittwoch hatten rund 300 Polizisten sowie Security-Mitarbeiter das Objekt umstellt, damit Handwerker die unteren Wohnungen renovieren konnten, um sie angeblich für Flüchtlinge zur Verfügung stellen zu können. Die Hausbesetzer kritisierten, dass es sich nur um einen Vorwand der Hausverwaltung handele, das Haus zu räumen und dass Flüchtlinge schon immer kostenlos in dem autonomen Hausprojekt wohnen konnten. Außerdem sagen sie, dass es unwahrscheinlich ist, dass tatsächlich Flüchtlinge in die Wohnungen kommen, angesichts der hohen Mietpreise in dem Bezirk.