Berg-Karabach: Offizieller sieht Türkei als Drahtzieher hinter jüngsten militärischen Zusammenstößen

Berg-Karabach: Offizieller sieht Türkei als Drahtzieher hinter jüngsten militärischen Zusammenstößen
Der Sprecher der selbsternannten Republik Bergkarabach, David Babajan, hat gestern in Stepanakert die Türkei beschuldigt, dass sie Aserbaidschan für den jüngsten Ausbruch zwischen Armenien und Aserbaidschan den Rücken decken würde und der eigentliche Drahtzieher hinter der Eskalation wäre.

Die Beziehungen zwischen Russland und Armenien sind traditionell sehr eng und gut. Sie haben ein Militärabkommen miteinander und russische Truppen bewachen die Grenze zur Türkei und zum Iran, und schützen zudem den Luftraum vor möglichen Luftangriffen. Die Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei sind hingegen sehr schlecht. Armenien führt weltweit eine Kampagne, in der es die Anerkennung des Völkermordes an Armeniern fordert, den die Türkei bis heute heftig bestreitet. Zudem stellt Armenien die Vorbedingung, dass der Konflikt um Bergkarabach gelöst wird, bevor die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen werden und man die Grenze öffne. Die Türkei wiederum ist ein enger Partner Aserbaidschans, hat dort wichtige wirtschaftliche Interessen und unterstützt das Land mit Militärberatern gegen Armenien. Zu den jüngsten Beschüssen in Berg-Karabach, bei denen mindestens 33 Menschen getötet worden sind, äußerten sich auch der russische Präsident, Wladimir Putin, sowie sein türkischer Amtskollege, Recep Tayyip. Letzterer sicherte Aserbaidschan seine Unterstützung „bis zum Ende" zu, während Wladimir Putin „beide Konfliktseiten zu einer sofortigen Feuerpause und zu Zurückhaltung“ aufrief.

Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.