Berlin: Hunger in Flüchtlingsheimen - Nachbarn und Aktivisten spenden Lebensmittel

Berlin: Hunger in Flüchtlingsheimen - Nachbarn und Aktivisten spenden Lebensmittel
Lebensmittelspenden von verschiedenen Aktivistengruppen und Nachbarn sind gestern im Flüchtlingszentrum in Berlin Köpenick angekommen, da die 40 Bewohner durch lange Wartezeiten für Lieferungen unter Nahrungsmittelknappheit litten. Zuvor halfen sich die Flüchtlinge untereinander, indem sie zusammen kochten und sich die wenigen Lebensmittel teilten oder auch dadurch, dass die, die etwas hatten, Geld verliehen.

Der Leiter des Flüchtlingszentrums, Peter Hermanns, berichtet davon, dass die Menschen nicht mehr nur enttäuscht, sondern auch verärgert sind. Sie müssen teilweise Hunger leiden und Monate auf Termine beim LaGeSo warten, um Scheine für eine ärztliche Behandlung oder Geldleistungen zu erhalten. Hermanns beschreibt die Lage im Flüchtlingsheim als sehr angespannt. Nun soll ein 24-jähriger Syrer gestorben sein, weil er wochenlang mittellos in der Kälte vorm LaGeSo auf Einlass wartete, denn die beheizten Wärmezelte bieten nur Platz für maximal 200 Menschen. Er bekam laut der Sprecherin von "Moabit Hilft" Fieber und Schüttelfrost und erlitt auf seinem Weg ins Krankenhaus einen Herzinfarkt.

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