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Oppenau atmet auf: Polizei findet bewaffneten Yves Rausch nach fünftägiger Flucht in Gebüsch

Oppenau atmet auf: Polizei findet bewaffneten Yves Rausch nach fünftägiger Flucht in Gebüsch
Im Rahmen einer großangelegten Fahndungsoperation ist es nach Zeugenhinweisen der baden-württembergischen Polizei am Freitag gelungen, Yves Rausch, der vier Polizisten bedroht und entwaffnet hatte, nach tagelanger Flucht zu ergreifen. Fünf Tage lang war es dem 31-Jährigen gelungen, sich vor der Polizei versteckt zu halten. Am Ende fanden sie ihn samt vier Polizeiwaffen und einem Beil in einem Gebüsch. Bei seiner Festnahme wurde ein Beamter verletzt.

Die Ermittler glauben, dass sich Rausch tatsächlich tagelang im Wald rund um Oppenau aufgehalten und versteckt hatte. Laut ersten Ermittlungsergebnissen habe er keinerlei Unterstützung von anderen Personen erhalten und war auf sich allein gestellt. 

Yves Rausch hatte am Sonntag, den 12. Juli, vier Beamte entwaffnet. Die Beamten hatten ihn nach einem Zeugenhinweis, dass er bewaffnet im Wald gesehen worden sei, in jener Waldhütte aufgesucht und kontrolliert, in welcher Rausch  sich durch Einbruch gegen des Willen der rechtmäßigen Besitzer eingerichtet hatte. Der zunächst kooperativ wirkende Rausch zog nach Polizeiangaben plötzlich eine Waffe und zwang die vier Polizisten, ihm ihre Dienstwaffen auszuhändigen. Samt der Dienstwaffen und seiner eigenen flüchtete Rausch daraufhin in den Wald und blieb fünf Tage lang unentdeckt.

Rausch soll mittlerweile "umfassende Angaben" zum Vorfall gemacht und behauptet haben, dass jene vorgehaltene Waffe, mit der er die Beamten bedroht hatte, lediglich eine Schreckschusswaffe gewesen sei. Die Polizei überprüft derzeit diese Behauptung. Bei seiner Festnahme am Freitag kurz nach 17 Uhr soll er neben den vier Dienstwaffen und einem Beil, auch eine weitere Waffe bei sich gehabt haben. 

Reinhard Renter, Polizeichef von Offenburg, erklärt zum Ablauf der Festnahme und den Waffen:

Es gab dort Widerstandshandlungen. Es kam auch zur Verletzung eines Kollegen vom Spezialeinsatzkommando, aber die Verletzungen sind nicht schwerwiegend. [...] Die vier Waffen, die er den Kollegen entwendet hat, wurden am Festnahmeort aufgenommen. [...] Eine weitere Waffe wurde ebenfalls gesichert. Die wird jetzt kriminaltechnisch untersucht, um festzustellen, um was für eine Waffe es sich handelt. 

Nach einem Zeugenhinweis hatte die Polizei Rausch in einem Gebüsch entdeckt:  

Die Kollegen vor Ort haben diese Person [nach dem Zeugenhinweis] festgestellt. Die hatte sich in einem größeren Gebüsch versteckt. Dann haben die Kollegen genau das Richtige getan, sie (haben den) Bereich abgesperrt, und Spezialeinsatzkräfte wurden zugeführt. Diese Spezialeinsatzkräfte haben dann Kontakt mit dem Täter aufgenommen, und danach kam es zur Festnahme.

In der jüngsten Pressemitteilung zu dem Festgenommenen wird erklärt, dass Rausch sich nun in Untersuchungshaft befindet. 

Nachdem am Freitag gegen 17.17 Uhr die vorläufige Festnahme des in Oppenau gesuchten 31-Jährigen erfolgte, wurde heute der am Montag durch die Staatsanwaltschaft Offenburg beantragte Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts auf schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit vorsätzlichem unerlaubtem Besitz einer Schusswaffe in Vollzug gesetzt. Der 31-Jährige wurde nach der Vorführung im Amtsgericht Offenburg in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die kleine 5.000-Seelen-Gemeinde atmet auf. Tagelang hatte die Angst vor dem flüchtigen Bewaffneten, vor dem die Behörden gewarnt hatten, den Ort fest im Griff. Uwe Gaiser, Bürgermeister von Oppenau, zeigte sich sehr erleichtert angesichts der Ergreifung des Mannes, der Oppenau tagelang in Atem gehalten hatte.

Es gab viele Leute, die sich gefürchtet und auch Angst um ihre Kinder hatten. Insofern ist die Erleichterung, dass der Gesuchte gefunden wurde, sehr groß.

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