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Nach Abriss von Colston-Statue: BLM-Statue auf leeren Sockel errichtet und nun wieder abgerissen

Nach Abriss von Colston-Statue: BLM-Statue auf leeren Sockel errichtet und nun wieder abgerissen
In Bristol hatten Anhänger der "Black Lives Matter"-Bewegung Anfang Juni die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston aus dem 17. Jahrhundert niedergerissen und sie in den Hafen geworfen. Anschließend hatte sich eine BLM-Anhängerin auf den leeren Sockel gestellt und die geballte Faust zum "Black Power"-Gruß erhoben. Gestern wurde auf dem Sockel eine neue Statue errichtet – und zwar ein Abbild der Aktivistin. Behörden rissen allerdings auch diese Statue heute wieder ab.

Die Statue trägt den Titel "A Surge of Power (Jen Reid)", was übersetzt etwa "Eine Welle der Macht" bedeutet. Jen Reid ist der Name jener Aktivistin. Auf dem folgenden Bild ist sie auf dem leeren Sockel zu sehen, auf dem sich zuvor die Colston-Statue befand.

Die lebensgroße Statue der Aktivistin ist vom Künstler Marc Quinn aus schwarzem Harz und Stahl angefertigt worden. Wie er auf Instagram schreibt, hat er sich bei dem Titel der Statue von den Aussagen der Aktivistin inspirieren lassen. Er zitiert sie zu ihrem damaligen Auftritt auf dem leeren Sockel wie folgt: 

Es war, als fließe eine Ladung elektrischer Energie durch mich hindurch. Meine unmittelbaren Gedanken galten den versklavten Menschen, die durch die Hand Colstons starben, und ich wollte ihnen Macht geben. Ich wollte George Floyd Macht geben, ich wollte Schwarzen wie mir, die Ungerechtigkeiten und Ungleichheit erlitten haben, Macht geben. Eine Welle der Macht, die an sie alle ging.

Die Statue war am Mittwoch noch vor Sonnenaufgang ohne Genehmigung der Stadtverwaltung auf den leeren Sockel aufgestellt worden. Viele haben gefordert, die Statue stehen zu lassen, jedoch ohne Erfolg. Sie wurde heute aufgrund einer fehlenden Genehmigung abgerissen. Sie soll vorerst in ein Museum gebracht werden.

Der Bürgermeister der Stadt, Marvin Rees, twitterte dazu: 

Ich verstehe, dass die Leute sich ausdrücken wollen, aber die Statue wurde ohne Erlaubnis aufgestellt. Alles, was außerhalb des von uns eingerichteten Prozesses auf den Sockel gestellt wird, muss entfernt werden.

Er kündigte jedoch eine Abstimmung an:

Die Menschen in Bristol werden über ihre Zukunft entscheiden.

Edward Colston war ein Händler aus dem 17. Jahrhundert, der ein Vermögen damit verdiente, versklavte Afrikaner auf Schiffen mit Sitz in Bristol über den Atlantik nach Amerika zu transportieren. Mit diesem Geld unterstützte er Schulen und Wohltätigkeitsorganisationen in Bristol.

Der Sturz der Colston-Statue war Teil eines internationalen Aufruhrs gegen Rassismus und Polizeigewalt, der durch den Tod von George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis im Mai ausgelöst wurde. Zahlreiche Statuen wurden während der Proteste attackiert und gestürzt.

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