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"Sie sah enttäuscht aus" – Maxwell bleibt in Haft, Kaution abgelehnt

"Sie sah enttäuscht aus" – Maxwell bleibt in Haft, Kaution abgelehnt
Die mutmaßliche Hauptkomplizin im Fall Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, bleibt bis zu ihrer Verhandlung im Juli 2021 in Haft. Das Gericht sieht bei ihr ein hohes Fluchtrisiko und setzt deshalb keine Kaution aus. Maxwell wird mit den Vorwürfen der Rekrutierung von Mädchen zur sexuellen Ausbeutung konfrontiert und ihres systematischen sexuellen Missbrauchs. Ein anwesender Reporter schildert, dass Maxwell "niedergeschlagen und enttäuscht" gewesen sei.

Larry Neumeister, AP-Reporter berichtet, dass Maxwell zunächst sehr interessiert gewirkt hätte.

Zu Beginn der Anhörung schien sie engagiert und blickte auf den Bildschirm vor sich, schrieb Dinge auf und wirkte aufrichtig interessiert. Aber ich glaube, sie sah die Schriften und begann zu begreifen, dass die Richterin sie bis zum Prozess in Gewahrsam halten würde, und man konnte sehen, wie sie den Kopf hängen ließ. Sie sah niedergeschlagen und enttäuscht aus. Und an einem Punkt schien sie sogar unter einem Auge eine Träne wegzuwischen.

Die Klägerinnen sollen die Entscheidung, Maxwell nicht auf Kaution freizulassen, sehr begrüßt haben.

Einige der Anklägerinnen erklärten, sie seien erfreut, dass Ghislaine Maxwell hinter Gittern bleiben wird, da sie selbst missbraucht hat und dass sie bis zum Prozess dorthin gehört.

Sie werfen Maxwell vor, sie vor mehr als zwei Jahrzehnten für den einflussreichen Epstein rekrutiert zu haben, um sie sexuell zu missbrauchen. Maxwell selbst soll bei Missbräuchen anwesend gewesen sein. Die Anklagen belaufen sich auf Vorfälle zwischen den Jahren 1994 und 1997. Eines der rekrutierten Epstein-Opfer soll erst 14 Jahre alt gewesen sein. 

In der Anklageschrift heißt es:

Wie behauptet, wurden minderjährige Opfer sexuellem Missbrauch ausgesetzt, der unter anderem das Berühren der Brüste oder Genitalien des Opfers, das Benutzen eines Sexspielzeugs wie eines Vibrators an den Genitalien des Opfers, die Anweisung an ein Opfer, Epstein zu berühren, während er masturbierte, und die Anweisung an ein Opfer, Epsteins Genitalien zu berühren, umfasste. Maxwell und Epsteins Opfer wurden in Epsteins Residenzen in New York, Florida und New Mexico sowie in Maxwells Residenz in London, England, pädophil belästigt oder misshandelt.

Dabei scheint dies erst die Spitze des Eisbergs zu sein. Wie zahlreiche weitere mutmaßliche Opfer behaupten, sei dieses Schneeballsystem zur Ausbeutung junger Mädchen jahrzehntelang weitergegangen. Die Opfer sollen auch an einflussreiche Freunde von Maxwell und Epstein vermittelt worden sein. 

Maxwell verfolgte per Videokonferenz die Gerichtsanhörung in Manhattan. Sie hatte auf nicht schuldig plädiert. Die 58-Jährige wurde am 2. Juli in ihrer Villa in New Hampshire festgenommen. Als das FBI ihr abgelegenes Anwesen erreichte, soll sie versucht haben, sich zu verstecken. Wie aus neu vorgelegten Gerichtsakten hervorgeht, flüchtete sie nach der Aufforderung des FBI, die Tür zu öffnen, in ein anderes Zimmer und schloss sich darin ein. Woraufhin die Beamten die Tür eintraten und sie letztendlich festnahmen. Bei der anschließenden Durchsuchung ihres Hauses fanden sie ein Handy, das in Alufolie eingewickelt war. Die Staatsanwälte glauben an einen "offensichtlich missglückten Versuch, ihrer Entdeckung zu entgehen".

Epstein, der ebenfalls wegen massiver Missbrauchsvorwürfe verhaftet worden war, wurde im August 2019 tot in seiner Zelle aufgefunden. Ihm soll es auf mysteriöse Weise und aufgrund mehrfacher Pannen im Gefängnis gelungen sein, Selbstmord zu begehen – obwohl er unter spezieller Beobachtung wegen einer Suizidgefahr stand.

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