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Polizei beginnt mit Räumung der autonomen Zone in Seattle – Protestler errichten neue Barrikaden

Polizei beginnt mit Räumung der autonomen Zone in Seattle – Protestler errichten neue Barrikaden
Nach zwei tödlichen Schießereien in der "besetzten, autonomen" Protestzone CHOP in Seattle haben Behörden am Dienstag damit begonnen, die von Protestlern errichteten Grenzbarrieren niederzureißen. Die Mitarbeiter rückten mit schwerem Gerät an, um die Barrikaden zu entfernen. Protestler haben jedoch zügig mit anderen Gegenständen – wie Sofas – neue Barrieren errichtet, um sich weiterhin vor der Polizei abzuschirmen.

Der Cal Anderson Park, einer der zentralen Punkte in der Zone, ist bereits weitgehend geräumt, da Demonstranten, die dort zuvor ihre Zelte aufgeschlagen haben, freiwillig abzogen. Außerdem wurden einige der zahlreichen Graffitis entfernt. 

Über einige Wochen haben Menschen mehrere Blöcke um einen Park und ein verlassenes Polizeirevier von Seattle besetzt, nachdem die Polizei das Gebäude nach Unruhen und Zusammenstößen mit Demonstranten, die gegen Rassismus und Polizeibrutalität protestierten, geräumt hatte. Berichten zufolge ist bislang nicht geplant, die Barrikaden rund um das Revier zu beseitigen. 

Der stellvertretende Polizeichef von Seattle, Adrian Diaz, sagte, die großen, behelfsmäßigen Barrieren würden schrittweise entfernt werden, damit der Verkehr durch die bislang gesperrten Teile wieder stattfinden kann.

Am Montag war es zu einer tödlichen Schießerei in der autonomen Zone gekommen. Dabei kam ein 16-Jähriger zu Tode, ein 14-Jähriger wurde schwer verletzt. Am 20. Juni war bereits ein 19-Jähriger bei einer Schießerei ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, sei es in dem "Friedensstaat" außerdem zu Angriffen, Vergewaltigungen und Raubüberfällen gekommen. US-Präsident Donald Trump hatte die Bürgermeisterin von Seattle, Jenny Durkan, scharf kritisiert, da sie die Zone anfangs noch tolerierte und Trump entgegnete, er solle nicht eine solche Angst vor Demokratie haben.

Trump warf ihr vor: 

Die Bürgermeisterin von Seattle sagt über die Übernahme ihrer Stadt durch die Anarchisten: 'Es ist ein Sommer der Liebe.' Diese liberalen Demokraten haben keine Ahnung. Die Terroristen verbrennen und plündern unsere Städte, und sie finden es einfach wunderbar, sogar den Tod. Diese Übernahme in Seattle muss jetzt beendet werden!

Mittlerweile hat auch Durkan ihre Meinung geändert, nachdem der 19-Jährige in der Zone gestorben war. Sie rief die Demonstranten dazu auf, die Zone zu verlassen.

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