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Syrien: Aktivistinnen für Frauenrechte "bei türkischem Drohnenangriff" getötet

Syrien: Aktivistinnen für Frauenrechte "bei türkischem Drohnenangriff" getötet
Mindestens drei Frauen, darunter die kurdische Aktivistin Zehra Berkel, sind am Dienstagabend durch einen Drohnenangriff nahe der türkisch-syrischen Grenzstadt Kobane getötet. SDF-Kommandeur Mazlum Kobane warf der Türkei vor, hinter dem Angriff zu stecken und sagt, dass die türkische Regierung das Massaker, das einst der IS an den Kurden begangen hat, fortsetze. Er forderte Russland und die USA auf, der Politik der ethnischen Säuberung durch die türkische Regierung etwas entgegenzusetzen.

Auf Twitter schrieb der Kommandeur: 

Die Ermordung von weiblichen Aktivistinnen in Häusern der Zivilbevölkerung in Kobane und im Dorf Halini am Vorabend des fünften Jahrestages des Massakers von ISIS im Jahr 2015, bei dem 271 Kinder, Frauen und Ältere, getötet wurden, ist eine Fortsetzung der Politik der Massaker an den Kurden. Die Unterbindung der türkischen Übergriffe und der Politik der ethnischen Säuberung ist eine Verantwortung und Pflicht Amerikas und Russlands im Rahmen der Vereinbarungen vom Oktober und des Völkerrechts.

Im Video ist der Ort des Angriffs und die dabei zerstörten Häuser zu sehen. Zwei Opfer, Berkel und Mizgin Xelil, waren Mitglieder der Frauenbewegung Kongra Star in der Region.

Auf der Webseite der Bewegung liest man

Gestern Abend haben bewaffnete Drohnen des faschistischen türkischen Staates das Dorf Helincê in Kobane bombardiert. Der faschistische türkische Staat zielte direkt auf ein Haus und tötete mindestens drei Frauen. Dies ist ein direkter Angriff gegen uns als Frauen! Dies ist ein weiteres Femizid des faschistischen türkischen Staates! Gegen unsere Selbstorganisation und den Kampf für die Befreiung der Frauen! Seit Jahren organisieren sich Frauen in Nord- und Ostsyrien und kämpfen gegen die patriarchalische Mentalität und für einen gesellschaftlichen Wandel, der auf der Befreiung von Frauen beruht. [...] Wir haben dies deutlich bei der Ermordung von Hevrin Khalaf, der Generalsekretärin der Syrian Future Party gesehen, die im Oktober 2019 während der letzten türkischen Invasion getötet wurde. In Nord- und Ostsyrien gehen die Angriffe, der schmutzige Krieg und die Besetzung durch die Türkei und ihre dschihadistischen Söldner weiter. Wir sehen dies deutlich in den Anschlägen heute Abend, in der Situation von Frauen, in den vom türkischen Staat besetzten Gebieten und seinen dschihadistischen Söldnern wie Afrin. Jeden Tag wird berichtet, dass Frauen von den vom türkischen Staat unterstützten dschihadistischen Söldnergruppen entführt oder ermordet wurden. [...] Der türkische Staat weist die gleiche brutale Mentalität wie der Islamische Staat auf.

Gegenwärtig herrscht in Nordsyrien eigentlich Waffenstillstand, der nach der Militärintervention der Türkei im Oktober 2019 in Ankara zwischen Russland und den USA ausgehandelt wurde. Die Türkei ist NATO-Mitglied und damit ein enger Verbündeter der USA. US-Außenminister Mike Pompeo äußerte sich ebenfalls zum jüngsten Angriff, ohne aber einen Schuldigen anzusprechen: 

Wir sprechen den Familien der unschuldigen Zivilisten, die bei dem Terroranschlag in Tell Halaf und dem Luftangriff in Kobane in Syrien getötet und verwundet wurden, unser tiefstes Mitgefühl aus. Eine anhaltende Spirale der Gewalt verhindert die Hoffnung auf eine dauerhafte politische Lösung des Konflikts in Syrien.

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