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Lufthansa: 26.000 Arbeitsplätze trotz Rettungspaket von 9 Milliarden Euro in Gefahr

Lufthansa: 26.000 Arbeitsplätze trotz Rettungspaket von 9 Milliarden Euro in Gefahr
Die Lufthansa kündigte gestern an, dass bis zu 22.000 Vollzeitstellen gestrichen werden könnten, unterdessen die deutsche Fluggesellschaft um ihr Überleben kämpft. Vorstandsmitglied der Gewerkschaft UFO, Nicoley Baublies, betonte in Frankfurt, es werde "wahrscheinlich Tag und Nacht" in den "nächsten zehn Tagen" Verhandlungen geben, um die 22.000 Vollzeitstellen zu retten. Tatsächlich geht es jedoch um 26.000 Mitarbeiter.

Lufthansa und die Gewerkschaften streiten weiter um die Rettung der Mitarbeiter und ein Sparpaket für die angeschlagene Fluggesellschaft. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) und Verdi fordern den Erhalt der Arbeitsplätze. Man wolle versuchen, Kündigungen zu vermeiden, indem man auf Kurzarbeit setze. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat als Krisenlösung angeboten, dass Lufthansa-Piloten freiwillig auf 45 Prozent ihres Gehalts verzichten, wenn die Lufthansa ihnen dafür eine Jobgarantie gibt. So könne man 350 Millionen Euro einsparen. 

Das Unternehmen trat im Rahmen der Rettungsverhandlungen das Recht auf 24 Start- und Landerechte ab. Deshalb hat es für 100 Flugzeuge keine Verwendung mehr, was wiederum zu einem Überschuss an Mitarbeitern in der gesamten Lufthansa-Gruppe führt. Demnach besteht für  26.000 Mitarbeiter die Gefahr, ihre Stellen zu verlieren – zusammengerechnet macht dies 22.000 Vollzeitstellen aus. 

Die Lufthansa will sich nicht auf eine Jobgarantie einlassen und verspricht nur, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu retten. 

Baublies warnt, dass "es sehr kompliziert ist, weil der Lufthansa das Geld ausgeht", zeigt sich aber dennoch optimistisch, dass die Fluggesellschaft "danach sicher" sein werde, wenn die Verhandlungen erfolgreich verlaufen. Die Ankündigung kam zwei Monate nach der Einstellung ihrer Billigfluglinie Germanwings. Vor einer Woche hatte sich die Lufthansa in "intensiven Verhandlungen" mit der Bundesregierung auf ein Rettungspaket in Höhe von 9 Milliarden Euro geeinigt – bei einem Nettoverlust von 2,1 Milliarden Euro im ersten Quartal. Die staatlichen Hilfen waren an keine weiteren Bedingungen der Mitsprache geknüpft, weshalb die Regierung sich nun in der Kritik sieht. Die Aktionäre müssen allerdings dem neun Milliarden Euro schweren Rettungspaket des Staates noch zustimmen.

Europas größte Fluggesellschaft steht in Verhandlung mit den Gewerkschaften. Mit einer endgültigen Einigung wird bis zum 22. Juni gerechnet. Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit mehr als 135.000 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon in Deutschland. Im April meldete das Unternehmen einen durch die Corona-Krise bedingten Rückgang der Passagierzahlen um 98 Prozent. Rund 700 Flugzeuge mussten am Boden bleiben und mehr als die Hälfte der Beschäftigten wurden in staatlich geförderte Kurzarbeitsprogramme eingebunden. 

Die Ankündigung der Lufthansa über die gefährdeten Arbeitsplätze sorgt für Kritik seitens der Opposition. Besonders Die Linke kritisiert die drohenden Massenentlassungen trotz der staatlichen Hilfen. 

Bernd Riexinger, Linken-Parteichef, twitterte

Die Staatshilfen der Bundesregierung für die Lufthansa sind ein einziger Skandal. 9 Milliarden für ein Unternehmen, dass 4 Milliarden wert ist und Verzicht auf jede Mitsprache. Wenn die Lufthansa 22.000 Arbeitsplätze streichen sollte, ist die Bundesregierung verantwortlich!

Sein Kollege Dietmar Bartsch sieht es ähnlich und schreibt:

Der Staat zahlt die Rettung und die Beschäftigten werden entlassen. So geht es nicht! Wo Staatsgeld fließt, müssen Jobs geschützt sein.

Auch der Fraktionschef der Grünen, Anton Hofreiter, kritisierte, dass das Rettungspaket weder Sicherheiten für die Mitarbeiter beinhalte noch harte Auflagen für den Klimaschutz.

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