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New York: Chaos und massive Plünderungen bei nächtlichen Unruhen nach Tod von George Floyd

New York: Chaos und massive Plünderungen bei nächtlichen Unruhen nach Tod von George Floyd
Seitdem sich die verstörenden Aufnahmen eines tödlichen Polizeieinsatzes aus Minneapolis vom letzten Montag wie ein Lauffeuer in sozialen Medien verbreiten, ziehen wütende Menschen überall in den USA und darüber hinaus protestierend auf die Straßen. Vielerorts kommt es nach Einbruch der Dunkelheit zu Plünderungen und Zerstörung. Aufnahmen aus New York zeigen anarchistische Zustände. US-Präsident Trump drohte Randalierern angesichts der massiven Ausschreitungen mit dem Einsatz von Militär.

In der Nacht zu Montag sowie zu Dienstag ist es in New York zu massiven Ausschreitungen gekommen. Polizisten kämpften darum, die Ordnung zu bewahren. Plünderern und Randalierern gelang es, zahlreiche Geschäfte ins Visier zu nehmen. Im Stadtteil SoHo in Manhattan sind verschiedene Luxusgeschäfte zerstört und Waren gestohlen worden.

Hunderte von Menschen marodierten durch das Gebiet und drangen in Rolex-, Chanel- und Prada-Boutiquen sowie in Bekleidungs- und Elektronikgeschäfte ein.

Für Montagabend wurde in New York wie auch in anderen Städten eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, um das weitere Ausufern der Gewalt und Kriminalität zu unterbinden. Dennoch folgte auch in der Nacht zu Dienstag eine weitere Nacht der Zerstörung. 

Als die 23-Uhr-Frist zum Verlassen der Straßen näher rückte, zogen Hunderte Menschen in Banden durch Manhattan und Brooklyn und lieferten sich stundenlang ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Videoaufnahmen zeigen, dass es den Plünderern gelang, in einen North Face-Laden einzubrechen. Auch in das bekannte Macy's Flagship-Geschäft in Manhattan wurde eingebrochen. Die Polizei entdeckte darin zwei Männer und nahm sie prompt fest. Außerdem wurden ein Nike- und ein Microsoft-Laden, ein Nintendo-Shop sowie eine Boutique von Michael Kors erstürmt und geplündert.

In der Nähe des Rockefeller Centers zeugten zahlreiche zertrümmerte Schaufenster von der Zerstörungswut der Menschen. Die Polizei nahm Hunderte Personen fest und spricht von "zahlreichen" geplünderten Geschäften.

Angesichts der erneuten Ausschreitungen und Plünderungen, die zum Teil noch vor Beginn der Ausgangssperre begangen wurden, ließ der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio den Beginn der Ausgangssperre für heute auf 20 Uhr vorverlegen.

Er twitterte

Diese Proteste haben Gewicht und Bedeutung. Aber wenn die Nacht hereinbricht, sehen wir, wie Gruppen sie benutzen, um zur Gewalt aufzustacheln und Eigentum zu zerstören. Unsere erste Priorität ist die Sicherheit der Menschen, deshalb verlängere ich die Ausgangssperre bis Dienstag. Sie wird um 20 Uhr beginnen.

De Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo erklärten, dass die Gewaltausbrüche der beiden vorangegangenen Abende – die dazu führten, dass Geschäfte geplündert und Polizeifahrzeuge verbrannt wurden – ihnen keine andere Wahl ließen, als eine Ausgangssperre zu verhängen.

Auch US-Präsident Trump äußerte sich zu der Gewalt sowie den Plünderungen und beschuldigte jene, die sich daran beteiligen, innerstaatlichen Terror zu betreiben. 

Nach dem brutalen Tod von George Floyd waren zu Recht alle Amerikaner entsetzt und empört. Meine Regierung ist fest entschlossen, dass George und seiner Familie Gerechtigkeit widerfahren wird. Aber wir können nicht zulassen, dass die rechtschaffenen Schreie und friedlichen Demonstranten von einem wütenden Mob übertönt werden. [...] Ich bin Ihr Präsident für Recht und Ordnung und ein Verbündeter aller friedlichen Demonstranten. Aber in den letzten Tagen wurde unsere Nation von professionellen Anarchisten, gewalttätigen Mobs, Brandstiftern, Plünderern, Kriminellen, Randalierern, der Antifa und anderen ergriffen. [...] Dies sind keine Akte friedlicher Proteste. Dies sind Akte des innerstaatlichen Terrors. [...] Deshalb ergreife ich sofortige Maßnahmen des Präsidenten, um die Gewalt zu beenden und die Sicherheit in Amerika wiederherzustellen. Ich mobilisiere alle verfügbaren föderalen Ressourcen, zivile und militärische.

Sollte es den jeweiligen Gouverneuren und Bürgermeistern nicht gelingen, die Ordnung wiederherzustellen, erwägt Trump den Einsatz von Militär: 

Heute habe ich jedem Gouverneur dringend empfohlen, die Nationalgarde in ausreichender Zahl einzusetzen, damit wir die Straßen beherrschen. Bürgermeister und Gouverneure müssen eine überwältigende Präsenz der Strafverfolgungsbehörden aufbauen, bis die Gewalt niedergeschlagen ist. Wenn eine Stadt oder ein Bundesstaat sich weigert, die Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um das Leben und das Eigentum ihrer Einwohner zu verteidigen, dann werde ich das US-Militär einsetzen und das Problem schnell für sie lösen.

Am 25. Mai war in Minneapolis der 46-jährige Afroamerikaner George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes ums Leben gekommen. Aufnahmen des Einsatzes zeigen, dass einer der Beamten minutenlang auf dem Nacken von George Floyd kniet, während dieser stöhnt und wiederholt sagt, dass er keine Luft bekomme. Er verliert kurz danach das Bewusstsein, dennoch drückt der Beamte weiterhin sein Knie in den Nacken. Auch Einwände von Umstehenden hindern ihn nicht daran. Erst als ein Krankenwagen eintrifft, lässt er von ihm ab. Später wird Floyds Tod festgestellt. Hier ist das Video in voller Länge zu sehen. 

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