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Pakistan: Kamera hält offenbar tödlichen Flugzeugabsturz in Millionenstadt auf Video fest

Pakistan: Kamera hält offenbar tödlichen Flugzeugabsturz in Millionenstadt auf Video fest
Am vergangenen Freitag ist ein Passagierflugzeug der Pakistan International Airlines beim nationalen Linienflug 8303 von Lahore nach Karatschi kurz vor der Landung in einem dichtbesiedelten Gebiet der pakistanischen Millionenstadt abgestürzt. Das A320-Flugzeug zerstörte dabei am Freitagnachmittag im Armenviertel Model Colony, nur drei Kilometer vom Zielflughafen entfernt, mindestens fünf Häuser. Ein Video einer Überwachungskamera soll den Absturz zeigen.

Das Flugzeug stürzte in einer engen Gasse in dem dichtbesiedelten Wohngebiet ab. Zuerst zerbarsten zwischen den Häusern die Tragflächen des Flugzeugs, bevor der Rumpf den Boden berührte und in Flammen aufging. Der Stadtteil Model Colony liegt am Rande der Stadt, nur etwa drei Kilometer nordöstlich des internationalen Flughafens Jinnah von Karatschi. 

Der Moment des Aufpralls ist in dem Video nicht zu sehen, sondern nur die Maschine, wie sie zwischen den Häusern verschwindet. Kurz danach steigt dort ein Feuerball auf.

Laut Behörden-Angaben haben nur zwei Personen an Bord vom Airbus den Absturz überlebt. 89 Passagiere und weitere 8 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Ob und wie viele Menschen am Boden durch den Absturz getötet wurden, ist bislang noch immer unklar. Bisher ist nur von einigen Verletzten am Boden die Rede.

Auch die Absturzursache ist nach wie vor unklar. Mutmaßungen sprechen von einem Triebwerksausfall, auch die letzte Kommunikation mit den Piloten deutet darauf hin. 

Das Flugzeug befand sich, einem Bericht der Flugsicherung zufolge, für eine Landung noch in zu großer Höhe. Der Pilot sei von der Flugsicherung mehrfach aufgefordert und gewarnt worden, die Höhe zu verringern. Der Pilot soll dem Bericht zufolge zweimal geantwortet haben, dass er mit der Anflughöhe zufrieden sei und die Situation im Griff habe. Als er letztendlich die Landebahn anflog, hätten die Triebwerke dreimal den Boden geschrammt, bevor die Piloten den ersten Landeversuch abbrachen. 

Erst nachdem der Airbus durchgestartet war, sei demnach die Flugsicherung aus dem Cockpit darüber informiert worden, dass das Fahrwerk nicht ausgefahren war. Der Pilot sei dann vom Fluglotsen angewiesen worden, das Flugzeug wieder auf eine Höhe von 3.000 Fuß zu bringen, aber er schaffte es nur noch bis in 1.800 Fuß Höhe. Nach erneuter Aufforderung, das 3.000-Fuß-Niveau anzufliegen, kam aus dem Cockpit die Antwort:

Wir versuchen es.

Als der Pilot wenig später zum zweiten Landeanflug ansetzt, weist ihn ein Fluglotse darauf hin, dass er vom Kurs abkommt, worauf der Pilot antwortet:

Wir drehen um, Sir, die Triebwerke sind ausgefallen.

Sekunden später sendet er einen Notruf und die Verbindung bricht ab.

Experten vermuten, dass die Triebwerke beim ersten, missglückten Landeanflug beschädigt wurden und es deshalb kurz darauf zum Absturz kam. Auch das Nichterreichen der angewiesenen Flughöhe würde demnach für einen Triebwerksschaden sprechen. Gewissheit wird aber erst die abgeschlossene Untersuchung ergeben.

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