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Merkel: Menschen sollten sich an 'Grundregeln' halten – Proteste in Köln

Merkel: Menschen sollten sich an 'Grundregeln' halten – Proteste in Köln
Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte am Montag in Berlin die Öffentlichkeit auf, sich weiterhin an die Gundregeln der Hygiene und der sozialen Distanzierung zu halten. Jetzt, wo Deutschland "in eine neue Phase der Pandemie eintritt". Derweil versammelten sich am Montag in Köln Demonstranten und bildeten eine Menschenkette, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu demonstrieren.

Protestteilnehmerin wehrt sich gegen die pauschalen Verunglimpfungen seitens der Politik und Medien (Bild vom 1. Mai).

Nach Protesten gegen weiterhin geltende Auflagen in der Corona-Pandemie hat Kanzlerin Merkel an die Vernunft der Bürger appelliert. Erst in den kommenden Wochen werde man wissen, wie sich die Lockerungen auswirken. Bei einem kurzen Auftritt vor den Medien in Berlin sagte Angela Merkel:

Es ist für mich sehr wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass es mit der Lockerung der Maßnahmen notwendig sein wird, sicherzustellen, dass die Menschen sich weiterhin an grundlegende Regeln halten, wie Abstand halten, Mund- und Nasenschutz tragen und Rücksicht aufeinander nehmen.

Am Wochenende hatten in mehreren Städten zahlreiche Menschen ohne Abstand zu halten und ohne Mund-Nasen-Schutz gegen die weiter bestehenden Beschränkungen in der Corona-Krise protestiert. Die Gesundheitsämter spielen derzeit eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Pandemie.

In Köln bildeten am Montag Demonstranten am Rheinufer eine Menschenkette, wobei die sozialen Distanzierungsmaßnahmen beachtet wurden. Eine weitere Gruppe von Demonstranten versammelte sich auf dem Roncalliplatz, wo sie auf Gegendemonstranten der Antifa trafen. Trotz starker Polizeipräsenz kam es zu Konfrontationen zwischen den gegnerischen Gruppen.

Am Montag meldete das Robert Koch-Institut einen weiteren Anstieg der kritischen Reproduktionsrate, die nur wenige Tage nach der allmählichen Lockerung der Sperrmaßnahmen im ganzen Land bei 1,13 lag. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gab es in Deutschland bis Montag 171.999 bestätigte Coronavirus-Infektionen, wobei mehr als 7.569 testpositive Menschen gestorben sind.

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