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Am Tag der Arbeit: Hunderte auf den Straßen Beiruts, um gegen wirtschaftliche Lage zu protestieren

Am Tag der Arbeit: Hunderte auf den Straßen Beiruts, um gegen wirtschaftliche Lage zu protestieren
Anlässlich des Tags der Arbeit gingen Hunderte von Demonstranten auf die Straßen Beiruts, um gegen die wirtschaftliche Misere des Landes zu protestieren. Inmitten der Coronavirus-Pandemie hielten sie sich kaum an die Regeln der sozialen Distanzierung. Der Libanon erlebt derzeit eine der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Nun zieht die Regierung die Reißleine und bittet den Internationalen Währungsfonds um Hilfe.

Die am Freitag im Zentrum Beiruts aufgenommenen Aufnahmen zeigen Demonstranten, die Parolen skandieren, libanesische Flaggen schwenken und zu traditioneller Musik tanzen, sowie einen Autokorso, der sich der Demonstration anschließt. Mehrere Demonstranten wurden auch dabei gesehen, wie sie gegen Jalousien geschlossener Banken traten.

Libanon legalisiert Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke. Auf dem Archivbild: Ein libanesischer Bauer auf einer Cannabis-Plantage in Yammouneh westlich von Baalbek, 13. August 2018

"Corona, Armut, Hunger, die Arbeitslosigkeit übersteigt 60 Prozent. Das libanesische Volk kümmert sich um nichts mehr", sagte Firas Abu Mjahed, einer der Demonstranten. "Es gibt nichts zu verlieren, es gibt kein Geld, es gibt keine Gesundheit, wenn wir nicht am Coronavirus sterben, werden wir an dieser Austerität sterben. Ein Arbeiter ohne Arbeit, wir haben kein Geld oder irgendetwas anderes mehr. Was können wir tun? Der Tod ist besser", fügte er hinzu.

In Tripoli, der zweitgrößten Stadt des Landes, kam es am vergangenen Montag zu Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und dem Militär, bei denen ein 26-jähriger Mann von einer Sicherheitskraft erschossen wurde. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP kamen Hunderte zu der Beerdigung am Dienstagmorgen. Einige griffen während der Trauerprozession nahe gelegene Bankfilialen an.

Die Proteste gegen die Korruption in der Regierung brachen im vergangenen Oktober aus, als der Libanon in die schlimmste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten rutschte, die Arbeitslosigkeit in die Höhe schnellte und das libanesische Pfund gegenüber dem Dollar an Wert verlor. Der Lockdown aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs hat den Druck auf die sich abmühende libanesische Wirtschaft weiter erhöht und eine neue Welle von Protesten ausgelöst.

Regierung und Zentralbank machen sich gegenseitig für den Verfall der Landeswährung verantwortlich. Zentralbankchef Riad Salameh wies am Mittwoch in einer Fernsehansprache Kritik an seiner Arbeit zurück und erklärte, er habe alle Mittel eingesetzt, um die Währung zu stabilisieren.

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