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Deutschland: Festnahmen während Demo gegen COVID-Maßnahmen in Berlin

Deutschland: Festnahmen während Demo gegen COVID-Maßnahmen in Berlin
Die Polizei nahm dutzende Festnahmen vor, als sich am Samstag rund 1.000 Demonstranten vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin versammelten, um bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die von der Regierung eingeführten Coronavirus-Maßnahmen zu protestieren. Die Polizei griff bei der sogenannten "Hygienedemo" hart durch. Die Berliner Polizei war mit 180 Beamten vor Ort. Auch in Stuttgart wurde demonstriert.

Trotz eines weitgehenden Verbots von Demonstrationen haben sich am Samstag in Berlin mehr als 1.000 Menschen versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren. Viele von ihnen standen vor Absperrgittern, die die Polizei rund um den Rosa-Luxemburg-Platz aufgestellt hatte, weil derartige Kundgebungen derzeit nicht erlaubt sind und die Polizei verhindern wollte, dass der Platz zu voll wird. Einige Meter entfernt vom Platz und den Absperrungen protestierten etwa 20 linke Aktivisten gegen die größere Kundgebung.

Die Demonstranten forderten das Ende der restriktiven Maßnahmen, die von den Behörden angesichts der Pandemie verhängt wurden, nachdem die landesweiten Einschränkungen nach einem vierwöchigen Lockdown bis zum 3. Mai verlängert wurden.

Die Mehrheit der Teilnehmer ließ sich nicht eindeutig bestimmten politischen oder anderen Gruppen zuordnen. Die Demonstranten zeigten Transparente und skandierten "Wir sind das Volk". Ein Demonstrant verlas ein Pamphlet: "Was uns hier eint, ist keine Verschwörungstheorie und keine rechte Ideologie. Was uns hier eint, ist die berechtigte Sorge um unsere Demokratie". 

Die Polizei forderte die Teilnehmer mehrfach über Lautsprecher auf, den Ort zu verlassen. Schließlich zerstreute sich die friedliche Menschenmenge nach und nach am Nachmittag. Laut Polizei gab es mehr als 100 Festnahmen. Die Polizei war mit knapp 180 Beamten, die Schutzmasken trugen, im Einsatz.

Unter dem Motto "Nicht ohne uns" versammelten sich die Demonstranten trotz des Verbots schon an den vergangenen vier Samstagen. Für den 1. Mai ist eine weitere Kundgebung im Internet angekündigt.

In Stuttgart folgten Hunderte Menschen dem Aufruf der Initiative "Querdenken" und demonstrierten gegen eine Einschränkung der Grundrechte während der Corona-Krise. Zwischen 350 und 500 Menschen versammelten sich dabei auf dem Stuttgarter Schlossplatz, wie die Stadt und die Polizei übereinstimmend berichteten. Bei der als "überparteilich" bezeichneten Demonstration forderte Initiator Michael Ballweg die Einhaltung der Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit.

Wie die Daten der Johns Hopkins University zeigen, gab es in Deutschland mit Stichtag Samstag 155.418 Fälle von Corona-Infektionen und 5.805 daraus resultierende Todesopfer.

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