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Spanien: Polizisten nach gewaltsamer Niederschlagung eines "Corona-Regelbrechers" suspendiert

Spanien: Polizisten nach gewaltsamer Niederschlagung eines "Corona-Regelbrechers" suspendiert
Ein viral gewordenes Video aus Spanien hat zur "sofortigen Suspendierung" zweier Beamten geführt. Diese hatten nicht nur einen Mann, der gegen die Corona-Ausgangsregeln verstoßen haben soll, äußerst brutal behandelt, sondern auch dessen Mutter und Schwester. Während die Beamten den Mann festnahmen, versuchten die beiden Frauen, dieses zu verhindern. Da einer der Beamten sogar seine Waffe auf den Kopf der Mutter richtete, suspendierte der Stadtrat sie wegen "unverhältnismäßiger" Gewaltanwendung.

Der Vorfall ereignete sich am Freitagnachmittag. Bei der Waffe soll es sich um eine Pfeffergaspistole gehandelt haben. Am Anfang des Videos tritt der andere Beamte dem Mann zudem mit voller Wucht gegen den Brustkorb. Zu dem Vorfall soll es Berichten zufolge gekommen sein, als die Beamten den jungen Mann zusammen mit einer anderen Person am Eingang zu dessen Haus sahen. Demnach weigerte er sich, sich auszuweisen und ging ins Haus. Daraufhin entschlossen sich die Beamten, ihn festzunehmen. 

Während der Stadtrat von Girona in La Bisbal d'Empordà die "sofortige Suspendierung" der beiden Beamten anordnete und eine Untersuchung des Vorfalls einleitete, stellt sich die kommunistische Partei "Tots per la Bisbal" (TxLB) hinter die Beamten. 

Die Personen hätten die Beamten gewaltsam angegriffen, und "Widerstand gegen die Beamten" sei ein Verbrechen, heißt es dort in der Erklärung zu dem Vorfall. Die Rassismusvorwürfe, die ebenfalls im Zusammenhang damit laut wurden, weisen sie als lächerlich und völlig absurd zurück. Die Partei fordert vom Stadtrat die Suspendierung unverzüglich rückgängig zu machen, die sie als "historischen Fehler" bezeichnete, denn durch sie würde eine sehr negative Botschaft an die Gesellschaft gesendet, nämlich:

Jeder kann tun, was er will, wann und wie er will.

El Pais schreibt mit Berufung auf "mit dem Fall vertraute Quellen", dass die Beamten "den jungen Mann in Begleitung eines anderen sahen, der wegen eines gewaltsamen Raubüberfalls verhaftet werden sollte". "Die beiden Jugendlichen widersetzten sich der Identifizierung und Festnahme", woraufhin die Mutter und Schwester hinzukamen.

Die Familie des Mannes widerspricht den Vorwürfen. Die Mutter des Mannes erklärt, dass die Beamten ihren Sohn "ohne Begründung angriffen" und ihm vorwarfen, gegen die Ausgangssperre verstoßen zu haben. 

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