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Hessen: Not macht erfinderisch – Filialleiter startet Drive-in für Toilettenpapier

Hessen: Not macht erfinderisch – Filialleiter startet Drive-in für Toilettenpapier
Die Maßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland schränken auch Einzelhändler ein. Da es Filialleiter Andreas Hoffman nur erlaubt ist, zehn Menschen auf einmal in sein Geschäft zu lassen, richtete er kurzerhand einen Drive-in ein – und zwar für Toilettenpapier. Durch seine guten "Connections" gelang es ihm, zwei Lkw-Ladungen davon zu kriegen. Wie die Aufnahmen zeigen, eine gewinnbringende Geschäftsidee, denn schon auf dem Parkplatz erkennen Kunden, dass das rare Gut hier noch zu bekommen ist.

Jeder zweite Kunde kam in unser Geschäft und fragte nach Toilettenpapier. Da wir den Artikel [Toilettenpapier] absolut nicht im Sortiment führen, haben wir uns sehr darum bemüht, eine größere Menge zu bekommen. Hat auch funktioniert, durch unsere guten Connections haben wir es geschafft, zwei Lkw zu organisieren", so Hoffman.

Einer der Kunden, Kornelius Schaub, hielt die Idee zunächst für einen Aprilscherz, als er auf das Angebot im Internet aufmerksam wurde.

Ich dachte, ich rufe besser erstmal an, bevor ich dorthin fahre. Das ist ein Aprilscherz.

Der Toilettenpapier-Kauf in der Corona-Krise ist ein kleines Phänomen. In vielen Geschäften ist dies seit Wochen ausverkauft, und frische Lieferungen sind sofort wieder vergriffen. Viele Einzelhändler haben deshalb den Verkauf schon auf ein Paket pro Kunden reduziert. Die Nachfrage nach Toilettenpapier war teilweise verdreifacht worden. Desinfektionsmittel legten sogar laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes ein Plus von 800 Prozent in der Spitze hin. Außerdem waren Seifen viermal soviel gefragt wie im Durchschnitt der sechs Monate vor der Corona-Pandemie. Bei Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Nudeln, Reis und Dosennahrung griffen Kunden ebenfalls zu, mehr als doppelt so viel wie sonst.

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