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Medizinisches Personal aus dem In- und Ausland reagiert auf sächsischen Coronavirus-Notruf

Medizinisches Personal aus dem In- und Ausland reagiert auf sächsischen Coronavirus-Notruf
Die Landesärztekammer Sachsen hat Menschen mit medizinischer Ausbildung aufgerufen, sich zu melden und ihre Dienste anzubieten, um das lokale Gesundheitssystem wegen der Coronavirus-Krise zu entlasten, wie Kammersprecher Kurt Kohler am Mittwoch in Dresden in einem Interview erklärte.

"Wir gehen davon aus, dass wir im Moment eher an personelle als an technische Grenzen stoßen werden, deshalb haben wir die Initiative gestartet, um medizinisch geschultes Personal zur Bewältigung der Krise aufzurufen. Wir werden diese Initiative natürlich auf breiter Basis ausweiten", erklärte Kohler und fügte hinzu, dass "der Personalmangel in der Tat der begrenzende Faktor bei der Bewältigung der Krise sein wird".

Er sagte, dass in der vergangenen Woche über 500 Ärzte auf die Initiative reagiert hätten. "Viele dieser Befragten sind Ärzte, die noch nicht zertifiziert sind, oder sogar Ärzte aus dem Ausland, die hier in Deutschland nicht zertifiziert sind", sagte er. Die Kampagne wendet sich speziell an medizinisch geschultes Personal. Kohler betonte, dass diejenigen, die derzeit in Deutschland nicht als Ärzte zugelassen sind, die Initiative nicht als "Einfallstor" nutzen können, um ein ärztliches Attest im Land zu erhalten.

Die Corona-Pandemie lässt auch in Sachsen bislang nicht nach, mittlerweile sind 18 Coronavirus-Patienten gestorben. Die Kliniken haben aber noch ausreichend Kapazitäten an Intensivbetten – allerdings bleibt die Versorgungslage mit Schutzausrüstung angespannt

In Deutschland wurden mindestens 74.500 bestätigte Fälle von Covid-19 mit 821 Todesfällen registriert, so die Johns-Hopkins-Universität.

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