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Russischer Virologe: Corona-Pandemie frühestens im Sommer vorüber

Russischer Virologe: Corona-Pandemie frühestens im Sommer vorüber
Die COVID-19-Pandemie könnte bestenfalls im Sommer vorbei sein. Das sagte der russische Virologe Michail Schtschelkanow in einem Fernseh-Interview. Er wies aber darauf hin, dass das Virus den Planeten auch in der nächsten Wintersaison im Griff haben könnte.

Im besten Fall wird die Corona-Virus-Pandemie im Sommer vorüber sein. Im schlimmsten Fall wird sie in Russland eine weitere Saison lang wüten. Darauf wies der Virologe und Leiter des Labors für Ökologie der Mikroorganismen des Instituts für Biomedizin an der Fernöstlichen Föderalen Universität Michail Schtschelkanow in einem Interview mit dem TV-Sender NTV  hin. Er sagte:

Im besten Fall können unsere europäischen und US-amerikanischen Kollegen im Sommer die Kontrolle über diese Situation übernehmen und die Ausbreitung dieser Epidemie verhindern. Das wäre sehr gut.

Die Besucherin des Wahrzeichen der Stadt - Roten Platzes in Moskau am 23. März.

Als Zwischenszenario bei der weiteren Entwicklung der Pandemie sieht der Virologe eine Situation, in der das Corona-Virus noch eine weitere Saison überleben wird. In diesem Falle wird Europa durch universelle Bemühungen unter Quarantäne gestellt werden müssen. China wäre seiner Meinung nach gezwungen, seine Grenzen zu den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zu schließen, da sich die Situation im Reich der Mitte bereits stabilisiert. Der Experte stellte fest:

Das schlimmste Szenario ist, wenn es wirklich den ganzen Planeten überzieht. Dann werden wir in der nächsten Wintersaison eine ausgewachsenen Epidemie in Russland erleben.

Darüber hinaus wies Schtschelkanow darauf hin, dass das biologische Sicherheitssystem Russlands das Hauptproblem bereits gelöst habe, indem es die Ankunft des Corona-Virus im Land um mindestens zwei Monate verzögert habe. Solche Maßnahmen hätten es ermöglicht, Testsysteme zu akkumulieren, Aktionspläne zu erstellen, eine operative Zusammenarbeit zwischen den Behörden zu etablieren und strategische Reserven zu bilden.

Ende Dezember 2019 informierten die chinesischen Behörden die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer bis dahin unbekannten Lungenerkrankung in der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Seitdem wurden Fälle des neuartigen Corona-Virus, von der WHO als COVID-19 bezeichnet, in mehr als 150 Ländern gemeldet. Darunter auch Russland.

Am 11. März erklärte die WHO den Ausbruch zu einer globalen Pandemie. Bis heute wurden weltweit über 435.000 Menschen infiziert, mehr als 19.000 starben. Russland registrierte bisher 658 Fälle von denen bereits 29 Patienten geheilt wurden.

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