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Rüstungsexporte: USA bauen Spitzenplatz aus – Russische Ausfuhren nach Syrien drastisch gesunken

Rüstungsexporte: USA bauen Spitzenplatz aus – Russische Ausfuhren nach Syrien drastisch gesunken
Mehr als jedes dritte Rüstungsgut weltweit stammt laut dem Friedensforschungsinstitut SIPRI aus US-Fabriken – mit steigender Tendenz. Die russischen Waffenausfuhren sanken dagegen, insbesondere nach Syrien. Auch Deutschland mischt weiter ganz vorne mit.

Mit einem Anteil von 36 Prozent an den Gesamtausfuhren von Großwaffen bleiben die Vereinigten Staaten der mit Abstand größte Rüstungsexporteur der Erde. Dabei habe Washington seine Waffenexporte in den Jahren 2015 bis 2019 im Vergleich zur vorherigen Fünfjahresperiode um 23 Prozent gesteigert, teilte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI in einem am Montag veröffentlichten Bericht mit. Weltweit nahm das Gesamtvolumen der Im- und Exporte auf die fünf Jahre gerechnet um 5,5 Prozent zu.

Die USA werden damit immer dominanter im Waffengeschäft – und das nicht erst seit Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump: ein Teil der größten Waffenexporte der vergangenen Fünfjahresperiode seien noch unter dessen Vorgänger Barack Obama genehmigt worden, sagte der SIPRI-Rüstungsexperte Pieter Wezeman der Deutschen Presse-Agentur in Stockholm. Die USA profitierten dabei unter anderem von einer großen Nachfrage im Nahen Osten. Dort wuchsen die Waffenimporte im Fünfjahreszeitraum um 61 Prozent.

"Die Hälfte der US-Waffenexporte der vergangenen fünf Jahre ist in den Nahen Osten gegangen, und die Hälfte davon nach Saudi-Arabien", sagte Wezeman. Gleichzeitig sei auch die Nachfrage nach fortschrittlichen US-Militärflugzeugen in anderen Weltregionen wie Europa, Australien, Japan und Taiwan gestiegen. 

Russische Exporte sinken – Frankreichs Ausfuhren steigen stark

Insgesamt belieferten die Vereinigten Staaten 96 Länder mit Waffen. Den Abstand zum zweitgrößten Waffenexporteur der Welt haben sie dabei weiter vergrößert: Während der US-Anteil an den Rüstungsexporten von 31 auf 36 Prozent wuchs, verminderte sich derjenige von Russland von 27 auf 21 Prozent. Die russischen Ausfuhren sanken nicht nur relativ, sondern auch absolut, vor allem wegen einer deutlich um 18 Prozent sinkenden Nachfrage des wichtigsten Waffenimporteurs Indien in diesem Fünfjahresvergleich. Bemerkenswert ist zudem: Die russischen Waffenlieferungen an Syrien gingen um 87 Prozent zurück, obwohl Moskau die Regierung unter Baschar al-Assad seit Jahren militärisch unterstützt. 

Frankreich als größter Waffenexporteur innerhalb der EU exportierte in den vergangenen fünf Jahren so viele Rüstungsgüter wie seit 1990 nicht mehr: Die französischen Ausfuhren stiegen in dem Zeitraum um satte 72 Prozent im Vergleich zum Zeitraum von 2010 bis 2014, was laut SIPRI unter anderem an größeren Waffen-Deals mit Ägypten, Katar und Indien lag.

Symbolbild: G28 von Heckler & Koch, Nürnberg, Deutschland, 8. März 2019.

Deutschland weiter auf Rang vier vor China 

Deutschland bleibt mit einer Zunahme von 17 Prozent und einem Anteil von 5,8 Prozent an den Gesamtexporten noch vor China auf Platz vier der Weltrangliste – und damit trotz einer im Vergleich relativ restriktiven Waffenexport-Politik weiter einer der weltgrößten Rüstungsexporteure, wie Wezeman sagte. Trotz des Exportstopps an Saudi-Arabien sei Deutschland in den vergangenen fünf Jahren "einige umstrittene Deals" eingegangen, etwa mit Lieferungen nach Algerien und Ägypten. Hauptabnehmer deutscher Rüstungsgüter sind demnach Südkorea, das seit 2015 mit vier deutschen U-Booten beliefert wurde, sowie Griechenland und Algerien. 

Apropos Saudi-Arabien: Auf der anderen Seite des Waffenhandels wird das Königreich – trotz des deutschen Rüstungsexportstopps – immer stärker zum Primus der Importeure. Saudi-Arabien kaufte zwischen 2015 und 2019 130 Prozent mehr Waffen als jemals zuvor, womit es nunmehr auf einen Anteil an den weltweiten Gesamtwaffenimporten in Höhe von zwölf Prozent kommt.

Dem Stockholm International Peace Research Institute SIPRI geht es in seinen Berichten um langfristige internationale Trends, weshalb das Institut Fünfjahreszeiträume anstelle einzelner Jahre miteinander vergleicht. Die Werte der Friedensforscher bemessen sich nach dem Volumen, nicht nach dem finanziellen Wert von Waffen-Deals. Kleinwaffen werden dabei allerdings noch gar nicht mit eingerechnet.

Mehr zum Thema - Gute Rüstung, schlechte Rüstung: Die deutschen Medien und der SIPRI-Bericht 

(dpa/rt)

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