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Trump zur Aufkündigung des US-Militärabkommens mit Philippinen durch Duterte: "Das ist mir egal"

Trump zur Aufkündigung des US-Militärabkommens mit Philippinen durch Duterte: "Das ist mir egal"
Der Albtraum für Washington wäre ein strategisches Abrücken der Philippinen in Richtung Russland und China. (Bild vom 03.10.19)
Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, kündigte vor wenigen Tagen das Militärabkommen mit den USA. Während das Verteidigungsministerium in Washington mit Sorge auf diese Entwicklung blickt, reagierte US-Präsident Donald Trump auf seine ganz eigene Art.

Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem südostasiatischen Inselstaat Philippinen sind wieder einmal am Tiefpunkt angelangt. Das seit dem Jahr 1998 in Kraft befindliche Abkommen über die Stationierung von US-Truppen (VFA) soll beendet werden, erklärte Präsident Duterte. Eine entsprechende Mitteilung wurde am Dienstag der US-Botschaft in Manila übermittelt.

Ein US-Soldat gibt ein

Seit dem Kolonialkrieg zwischen den USA und den Philippinen in den Jahren von 1899 bis 1902 und dem Genozid an etwa einer Million Filipinos blieb der Inselstaat bis 1946 de facto eine US-amerikanische Kolonie. Obwohl die Philippinen am 4. Juli 1946 formell in die Unabhängigkeit entlassen wurden, blieben die USA in den darauffolgenden Jahrzehnten weiterhin die dominante Macht und banden Manila mit Militärabkommen an sich. Für die strategische Stellung Washingtons im Pazifik, aber insbesondere was die Kontrolle über die Straße von Luzon betrifft, spielen die Philippinen eine zentrale Rolle.

Über die Straße von Luzon wird ein Großteil der Schifffahrt zwischen Nord- und Südamerika und den ostasiatischen Häfen abgewickelt. Außerdem verlaufen viele wichtige Unterwasserkommunikationskabel unter dieser Wasserstraße, die die USA mit einigen asiatischen Ländern verbinden und eine besondere Informationsquelle für US-Geheimdienste darstellen.  

Der Rauswurf des US-Militärs von den Philippinen wird daher vom Pentagon mit Sorgen erwartet. Ganz anders aber Präsident Donald Trump. Er blickt eher gelassen auf diese Entwicklung, wie er auf Fragen von Reportern im Weißen Haus bekannt gab. Trump sagte, dass er eine "sehr gute Beziehung" zu seinem Amtskollegen Duterte habe, und dass man "sehen wird, was passiert." Er konnte sogar etwas Positives in diesem Schritt erkennen:

Das ist mir eigentlich egal wenn sie das tun möchten, es wird uns eine Menge Geld einsparen.

Er sei sich auch bewusst, dass er diesbezüglich eine andere Meinung als andere hat. "Meine Ansichten unterscheiden sich von anderen", sagte Trump. Wird das VFA-Abkommen tatsächlich beendet, blieben noch zwei weitere Verteidigungsabkommen zwischen den USA und Philippinen bestehen: Das im Jahr 1951 geschlossene gegenseitige Verteidigungsbündnis und das 2014 unterschriebene Enhanced Defense Cooperation-Abkommen. Allerdings wären beide noch existierende Abkommen von der Aufkündigung des Vertrages über die Stationierung von US-Truppen betroffen. 

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