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Neuer US-Botschafter in Russland: Dringend Tiefpunkt in bilateralen Beziehungen überwinden

Neuer US-Botschafter in Russland: Dringend Tiefpunkt in bilateralen Beziehungen überwinden
Der russische Außenminister Sergej Lawrow, der neue US-Botschafter in Russland, John Sullivan und der russische Präsident Wladimir Putin während der Zeremonie im Kreml für die neuen Botschafter in Russland, 5. Februar 2020.
Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington haben den niedrigsten Stand seit dem Ende des Kalten Krieges erreicht, sagte der neue US-Botschafter in Russland, John Sullivan, in einem Interview. Es sei auch seine Aufgabe, dem entgegenzuwirken.

Der neue US-Botschafter in Russland, John Sullivan, erklärte in einem Interview mit dem Nachrichtenkanal RBK, dass die Beziehungen zwischen Moskau und Washington den tiefsten Punkt seit dem Ende des Kalten Krieges erreicht haben.

Nach den Worten des Botschafters besteht der Zweck seiner Arbeit darin, den Niedergang der Beziehungen aufzuhalten und sie zu verbessern.

Ich kann Ihnen nicht sagen, wie lange es dauern wird, aber wir müssen heute damit beginnen. Wir können nicht auf die US-Wahlen im November dieses Jahres oder andere politische Ereignisse warten. Die gemeinsame Arbeit der Vereinigten Staaten und Russlands ist heute eine absolute Notwendigkeit und meine Priorität", so Sullivan.

Dass es grundlegende Uneinigkeiten zwischen den beiden Ländern gebe, bedeute nicht, dass "wir nicht verpflichtet sind, mit der anderen Seite in Kontakt zu bleiben", sagte der Botschafter.

Zug

Am Mittwoch hatte der russische Präsident Wladimir Putin in einer Zeremonie im Kreml 23 neue ausländische Botschafter in Moskau begrüßt, darunter auch den neuen Gesandten Washingtons.

Bei dem Anlass sagte Putin, dass Frieden und Sicherheit in der Welt weitgehend von der Stabilität der Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten abhänge, die auf Gleichheit, gegenseitiger Achtung der Souveränität und Nichteinmischung in die Angelegenheiten des jeweils anderen beruhen.

Wir sind bereit zu einem sinnvollen Dialog mit der amerikanischen Seite, auch im Bereich der Rüstungskontrolle und der strategischen Stabilität", so Putin.

Zuvor hatte sich der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow sich besorgt über die Ankündigung des US-Verteidigungsministeriums geäußert, dass U-Boot-gestützte ballistische Raketen (SLBM) mit dem W76-2-Gefechtskopf bestückt werden.

Das von US-Militärbeamten vorgebrachte Argument für diese "Mini-Nukes" ist, dass größere Atombomben so katastrophal sind, dass sie niemals eingesetzt werden würden und so kein wirksames Abschreckungsmittel seien. Dabei entspricht die Sprengkraft der taktischen Atom-Sprengköpfe W76-2 in etwa der der Stärke der Atombombe, die im August 1945 auf Hiroshima abgeworfen wurde.

Die Bedenken Russlands gegenüber der amerikanischen Nuklearpolitik sind gewachsen, seit Washington einseitig das INF-Abkommen aufgekündigt hatte. Damit ist das 2010 unterzeichnete New-START-Abkommen das letzte große Atomwaffenkontrollabkommen zwischen den beiden größten Atommächten der Welt. Es begrenzt die Anzahl der nuklearen Langstreckensprengköpfe, die sie einsetzen können.

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