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"Umfassendste Kontrollmaßnahmen": China kritisiert Panikmache vor Coronavirus

"Umfassendste Kontrollmaßnahmen": China kritisiert Panikmache vor Coronavirus
Kinder mit Schutzmasken am 1. Februar 2020 auf dem internationalen Flughafen von Peking. Hintergrund ist der Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China.
China kritisierte Länder, die unnötig Angst vor dem Coronavirus schüren und sich entgegen der von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschlagenen Richtlinien verhalten. Auch betonte Peking, dass es viel strengere Maßnahmen ergreife als in solchen Fällen vorgeschrieben.

Peking kritisierte Länder, die Angst vor dem neuartigen Coronavirus schüren, dem bisher 259 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Volksrepublik betont, dass ihre Reaktion auf die tödliche Krankheit weit über die weltweit akzeptierten Standards hinausgeht. Der chinesische Außenminister Wang Yi erklärte bei einem Gespräch mit seinem indischen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar am Samstag:

Wir haben die umfassendsten und strengsten Präventions- und Kontrollmaßnahmen ergriffen, und viele von ihnen gehen weit über die Anforderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften hinaus.

Chinas Bemühungen zielen nicht nur auf den Schutz der Gesundheit der eigenen Bevölkerung ab, sondern auch auf den der Gesundheit der Menschen weltweit. Regierungen und die Weltgesundheitsorganisation haben dies in vollem Umfang anerkannt.

Die Zahl der Todesfälle durch das zuvor unbekannte Virus ist über Nacht auf 259 angestiegen, die alle in China registriert wurden. Weltweit sollen über 12.000 Menschen erkrankt sein.

Peking "stimmt nicht mit dem Ansatz einzelner Länder überein, Spannungen oder gar Panik zu erzeugen", erklärte der Minister weiter und erinnerte daran, dass die Weltgesundheitsorganisation "Reise- oder Handelsbeschränkungen für China nicht gutheißt".

Dennoch beeilen sich Länder auf der ganzen Welt, die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, unter anderem durch die Schließung der Grenzen, die Einführung strengerer Screening-Verfahren für Reisende, die aus China zurückkehren, oder die Aussetzung von Direktflügen aus oder nach China. Andere haben ihre Reisewarnungen für das bevölkerungsreichste Land der Welt dramatisch verschärft.

Vor einem Tag gaben die USA eine Reisewarnung heraus, in der sie die Gefahr von Reisen nach China mit solchen in den Irak oder nach Afghanistan verglichen. Obwohl die Notfallmaßnahme kurz vor der Feststellung eines siebten Falls in den USA durch die Gesundheitsbehörden erfolgte, erregte sie Ingrimm in Peking. Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Hua Chunying erklärte:

In dem Moment, in dem die Weltgesundheitsorganisation von Reisebeschränkungen abriet, eilten die USA in die entgegengesetzte Richtung. Dies stellt ein schlechtes Beispiel dar. Es ist sicherlich keine Geste des guten Willens.

Mehr zum Thema - WHO erklärt Coronavirus-Bedrohung zu "internationalem Notfall" und lobt China

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