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Im Vorfeld von Verhandlungen: USA zwingen Indien Agrarprodukte im Wert von sechs Milliarden USD auf

Im Vorfeld von Verhandlungen: USA zwingen Indien Agrarprodukte im Wert von sechs Milliarden USD auf
Die USA fordern Berichten zufolge, dass Indien weitere US-Agrargüter im Wert von fünf bis sechs Milliarden US-Dollar importiert, wenn Neu-Delhi wieder Teil des Allgemeinen Präferenzsystem der USA werden und ein Handelsabkommen mit Washington unterzeichnen will.

Washington hat Berichten zufolge betont, Indien müsse sich darauf vorzubereiten, weitere sechs Milliarden US-Dollar für US-Agrarprodukte auszugeben, wenn es ein umfassenderes Handelsabkommen mit den USA abschließen will. Damit wolle die US-Führung im Vorfeld eines bevorstehenden Staatsbesuchs des US-Präsidenten Donald Trump in Indien Druck auf Neu-Delhi ausüben.

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Durch die Importe von US-Agrarprodukten in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar würde Neu-Delhi die Produktion von Waren wie Geflügelfleisch ankurbeln, sollen vier mit den Handelsgesprächen vertraute Quellen Reuters erklärt haben. Indien soll bereits Erleichterungen bei Preisobergrenzen angeboten haben, die sich auf die US-Pharmaunternehmen auswirken würden.

Das bevorstehende Handelsabkommen zwischen den USA und Indien könnte publik werden, wenn Trump im nächsten Monat Neu-Delhi mit der Absicht besucht, die Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden Verbündeten zumindest teilweise beizulegen.

Diese spitzten sich im vergangenen Jahr zu, nachdem die USA Indien von ihrem "Allgemeinen Präferenzsystem" (APS) ausschlossen, einem Handelsmechanismus, der einer Reihe von begünstigten Nationen Zollzuerleichterungen gewährt. Während dieser Schritt Indien dazu zwingen sollte, seine Märkte für bestimmte US-amerikanische Waren zu öffnen, löste er stattdessen eine Reihe von Vergeltungszöllen auf Dutzende von US-Produkten aus.

Im Vorfeld des Trump-Besuchs werde in den derzeitigen Verhandlungen auch über eine Senkung einiger dieser indischen Zölle, unter anderem auf Mandeln, Walnüsse und Äpfel, gesprochen. Das Abkommen müsse sich auf die Landwirtschaft konzentrieren, zitierte Reuters eine seiner Quellen.

Das US-amerikanische Handelsteam soll auch signalisiert haben, dass Washington zu Zugeständnissen bewegt werden könne, wenn Indien seine Einkäufe im US-Energiesektor ausweitet. Während Indiens Ölminister erklärte, dass Neu-Delhi sich auf eine verstärkte Energiezusammenarbeit mit den USA freue, kündigte er keine konkreten Pläne an.

Ursprünglich schlug Indien im Rahmen der Vereinbarung eine Senkung der Abgaben auf Hightech-Produkte aus den USA vor, zog das Angebot aber inzwischen wieder zurück.

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