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Paris warnt: Iran könnte in ein bis zwei Jahren "Zugang" zu Atomwaffen haben

Paris warnt: Iran könnte in ein bis zwei Jahren "Zugang" zu Atomwaffen haben
Kernkraftwerk Buschehr
Während Berlin und Moskau am Atomdeal von 2015 festhalten wollen, hat der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian in einem Radio-Interview gewarnt, dass der Iran in sehr kurzer Zeit eine Atombombe bekommen könnte, wenn das Abkommen weiter missachtet würde.

Wenn die Islamische Republik weiterhin den JCPOA (Joint Comprehensive Program of Action) "zunichtemacht", könnte Teheran in nächster Zeit eine Atomwaffe erhalten, sagte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian am Freitag im RTL Radio. Er erklärte:

Die vom Satellitenbetreiber Planet Labs zur Verfügung gestellten Bilder des US-Militärflugplatzes Ain al-Asad im Irak zeigen Treffer an isoliert stehenden technischen Gebäuden wie Lagerhäusern – nicht aber an Militärbaracken.

Innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne, zwischen ein und zwei Jahren, könnten sie Zugang zu einer Atomwaffe erhalten, was keine Option ist.

Die EU-Außenminister werden am Freitag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen, um über Möglichkeiten zum Abbau der US-amerikanisch-iranischen Spannungen zu beraten.

Der iranische Botschafter bei der UNO, Madschid Tacht-Ravanchi, versicherte der Öffentlichkeit, dass dies nicht der Fall sei – auch wenn der JCPOA jetzt in Gefahr ist.

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Es gebe "keinen Platz für Atomwaffen in der iranischen Verteidigungsdoktrin", sagte er der Sendung PBS Newshour und fügte hinzu, dass sein Land sich auch an den Nichtverbreitungsvertrag von 1968 halte – einen Pakt, der die nukleare Abrüstung anstrebe und die Festlegung von Standards in der Rüstungskontrolle vorsehe.

Berlin und Moskau haben sich erneut dafür ausgesprochen, dass das sogenannte Wiener Abkommen von 2015 weiter umgesetzt wird. Merkel betonte bei ihrem Besuch in Moskau am Samstag, Deutschland wolle die Vereinbarung mit dem Iran "am Leben erhalten". Dafür müssten alle diplomatischen Kanäle genutzt werden, forderte sie und betonte:

Der Iran sollte keine Atomwaffen bekommen.

Deutschland und Russland hatten den Deal vor rund fünf Jahren mitausgehandelt. Sie werden deshalb alles daran setzen, dass sich die Konfliktparteien USA und Iran irgendwie wieder annähern.

Der Iran hatte angekündigt, keine Beschränkungen für die Anzahl und Modelle seiner Zentrifugen mehr zu beachten. Damit könnte das Land sein Atomprogramm weiterführen und auch Uran unlimitiert anreichern. Die USA zogen sich 2018 einseitig aus dem Vertrag zurück und verhängten immer neue Sanktionen gegen Teheran. Daraufhin begann Teheran seinerseits, die Auflagen des Atomabkommens in Zweifel zu ziehen.

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