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Nach Flugzeugabsturz: Ukraine verbietet ihren Airlines, iranischen und irakischen Luftraum zu nutzen

Nach Flugzeugabsturz: Ukraine verbietet ihren Airlines, iranischen und irakischen Luftraum zu nutzen
Trauerbekundung: Portraits der bei dem Absturz ums Leben gekommenen Crewmitglieder am Flughafen in Kiew.
Nach dem Flugzeugabsturz mit mehr als 170 Toten im Iran verbot die ukrainische Flugsicherheitsbehörde ihren Fluggesellschaften, den iranischen und irakischen Luftraum zu nutzen. Das Verbot trat am 9. Januar in Kraft und gilt, bis alle Ursachen geklärt sind.

Der ukrainische Ministerpräsident Alexei Gontscharuk teilte auf Facebook mit, das Verbot gelte für alle Flugzeuge, die in der Ukraine registriert sind. Außerdem würden alle Maschinen der Ukraine International Airlines außerplanmäßig geprüft.

Sicherheitsbeamte und Mitarbeiter des Roten Halbmondes nahe der Absturzstelle des Flugzeug der Ukraine International Airlines am Stadtrand Teherans.

Auch die russische Luftraumbehörde hat ihren Airlines empfohlen, den iranischen und irakischen Luftraum nicht zu nutzen. In der Empfehlung werden auch der Persische Golf und der Golf von Oman genannt. Mehrere russische Airlines haben beschlossen, ihre Flugrouten an die Empfehlung anzupassen, was zu höheren Treibstoffkosten und verlängerten Flugzeiten führen kann.

Als erstes reagierte die US-Luftfahrtbehörde FAA auf die Bombardierung von Stellungen des US-Militärs im Irak durch den Iran. Sie verhängte in der Nacht zum Mittwoch ein Flugverbot für amerikanische Airlines. Die Lufthansa entschied wie andere Gesellschaften aus Europa und Asien, den irakischen und iranischen Luftraum zu umfliegen. Arabische Airlines wie Qatar, Emirates oder Flydubai behielten die Routen über der Gefahrenzone bei.

Die Maschine von Ukraine International Airlines war am Mittwoch kurz nach dem Start aus noch ungeklärter Ursache abgestürzt. Niemand überlebte das Unglück. Das Außenministerium in Kiew hatte zunächst auch von drei Deutschen gesprochen, die an Bord gewesen sein sollen. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte am Mittwochabend mit, dass es zunächst keine Erkenntnisse über Todesopfer aus Deutschland erhalten habe.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA wurden die beiden Flugschreiber gefunden. Nun könnten die Experten die Absturzursache effektiver untersuchen. An der Untersuchung der Unglücksursache würden ukrainische Experten beteiligt. Der Iran hat angekündigt, die Blackbox-Daten keinesfalls den USA oder der Firma Airbus übergeben zu wollen. Die Ermittlungen würden im Iran stattfinden, bestätigte die iranische Luftverkehrsbehörde.

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